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„Julius-Hirsch-Preis“
 

DFB zeichnet Engagement im „Kampf gegen Rechts“ aus

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Fußballtor: Ein Netz gegen Nazis? Foto: Pixelio/Günter Havlena

KÖLN. Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat am Dienstag im Vorfeld des Länderspiels Deutschland gegen Aserbeidschan den diesjährigen Julius-Hirsch-Preis „für nachhaltiges Engagement gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit sowie gegen Antisemitismus und Rassismus“ verliehen. Die Auszeichnung geht unter anderem an den Fußballverein Roter Stern Leipzig, der sich vor allem in der linken Szene Sachsens großer Beliebtheit erfreut.

Daneben erhielt die Leiterin des „Mobilen Interventionsteams gegen Rechtsextremismus im Sport“, Angelika Ribler, den mit 5.000 Euro dotierten Ehrenpreis. Ihr Engagement ziele darauf, den Hessischen Fußball-Verband und seine Vereine „für Vielfalt und Demokratie“ sowie „gegen Rassismus, Rechtextremismus und Gewalt stark zu machen“, begründete der DFB die Auszeichnung.

Die Mitarbeiterin der Sportjugend Hessen hatte sich laut FAZ zuletzt auch in die Kampagne gegen den sachsen-anhaltinischen Jugend-Fußballtrainer Lutz Battke eingeschaltet.

Überschneidung mit Jugendverband der Linkspartei

Wie die Frankfurter Rundschau berichtete, seien bereits „14.000 Trainer, Spieler und Schiedsrichter bis heute im Rahmen des interkulturellen Konfliktmanagements im Fußball von Ribler und ihren Helfern in Workshops geschult“ worden.

Als problematisch bewertet es Ribler dem Bericht zufolge, daß rechtsextreme Einstellungen in die „Mitte der Gesellschaft“ eingezogen seien. Offen zur Schau getragener Rechtsextremismus bereite ihr dagegen weniger Sorgen, zitiert die Frankfurter Rundschau die Preisträgerin.

Die Hälfte des Preisgeldes wolle sie der in Hessen beheimateten „Antifaschistischen Bildungsinitiative e.V.“ spenden, kündigte Ribler an. Bei dieser Organisation gibt es personelle Überschneidungen mit der „Linksjugend solid“. Der Jugendverband der Linkspartei wird im hessischen Verfassungsschutzbericht unter der Rubrik Linksextremismus geführt. (vo)

> Rote Karte für die Politik

> Interview mit DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder

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