Freiwild
Die südtiroler Rockgruppe Freiwild ist mit deutschsprachigen Titeln erfolgreich Foto: picture alliance/Jazzarchiv
Unterhaltung

CSU für mehr deutsche Musik im Radio

BERLIN. Die CSU hat die öffentlich-rechtlichen Radiosender aufgefordert, mehr deutschsprachige Musik zu spielen. Der stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, Michael Frieser (CSU), sprach sich dafür aus, die Sender sollten sich dazu verpflichten, mehr deutsche Titel zu spielen.

„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muß mehr deutsche und europäische Musiktitel spielen. Das sollte ihm eine Selbstverpflichtung sein“, sagte er der Bild-Zeitung. Die deutsche Musikindustrie und deutsche Künstler müßten den Vorstoß allerdings unterstützen.

Auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Mayer (CSU), unterstütze den Vorschlag. „Mehr deutsche Musik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk könnte für die deutsche Musikindustrie einen regelrechten Schub bedeuten“, erläuterte er.

Verein Deutscher Sprache fordert Quote

Der Verein Deutscher Sprache ging noch einen Schritt weiter und forderte eine Quote für deutschsprachige Musik nach französischem Vorbild. „Wir erleben im Rundfunk in Deutschland seit Jahren eine knallharte Quote zugunsten englischsprachiger Musik. Sowohl private als auch öffentlich-rechtliche Rundfunksender haben bis zu 90 Prozent englische Lieder im Programm“, sagte Geschäftsführer Holger Klatte dem Blatt.

Es brauche deshalb „eine Selbstverpflichtung der Rundfunkanstalten für deutschsprachige Musik, oder, wenn es anders nicht geht, eine gesetzliche Deutschquote“. In Frankreich müssen Radiosender seit 1994 etwa 40 Prozent des Programms mit heimischen Produktionen füllen. (krk)

Die südtiroler Rockgruppe Freiwild ist mit deutschsprachigen Titeln erfolgreich Foto: picture alliance/Jazzarchiv

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