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Eurokrise: Der Gewinner heißt … Griechenland

Ständig wird der Dritte Weltkrieg an die Wand gemalt, wenn der Euro nicht gerettet wird. Vorrangig geht es dabei um die Milliardenhilfe seitens der EU, vor allem der Euro-Länder, aber ganz besonders der Europäische Zentralbank für das pleitebedrohte Griechenland. Was aber würde tatsächlich passieren, wenn der Geldhahn zugedreht würde? Griechenland hätte kein Geld, um die fälligen Schuldverschreibungen auszuzahlen. Die Gläubiger müßten ihre an Griechenland vergebenen Kredite als Totalverlust abschreiben. Na, und?

Verlierer einer Griechenlandpleite wären zwar auch griechische Gläubiger, die ihren Zorn an den eigenen Politikern auslassen könnten, so daß diese ins Ausland flüchten müßten. Ein altgriechisches Bestrafungsmittel war aber ohnehin die Verbannung. Andere Politiker werden dagegen den Ruhm ernten, die Schuldenlast radikal beseitigt zu haben – insbesondere die von Ausländern gehaltenen griechischen Schuldenpapiere. Sollte es wider Erwarten mehr als zuvor in Griechenland zu blutigen Aufständen kommen, könnte sich die EU durchaus überlegen, militärisch einzugreifen. Die Entscheidung über Krieg und Frieden läge dann tatsächlich in Brüssel.

Die ausländischen Gläubiger werden die Hauptgeschädigten sein

Ausländische Gläubiger griechischer Schuldentitel könnten auch bei innergriechischem Frieden auf Sanktionen der EU bestehen. Da kein Geld zu holen ist, könnten Griechenland eventuell die EU-Subventionen aus den Agrar- und Strukturfonds gestrichen oder ausländische Guthaben griechischer Staatsbürger eingezogen werden. Wer aber besitzt noch griechische Staatspapiere? Geschäftsbanken wie die Deutsche Bank haben sie weitgehend abgestoßen. Größere Verluste hätten dagegen die halbstaatlichen Kreditinstitute wie einige Landeszentralbanken, die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau und die mittlerweile ebenfalls staatseigene Immobilienbank HRE zu verbuchen. Für deren Verluste haftet der Steuerzahler. Da aber die verlorenen Milliarden nicht aus den laufenden Steuereinnahmen finanzierbar sind, bedeutet dieser Verlust nichts anderes als eine weitere Erhöhung der deutschen Staatsschulden.

Für die Europäische Zentralbank wäre eine Griechenlandpleite dagegen existenzbedrohend. Sie hat griechische Staatsanleihen in Milliardenhöhe als Sicherheitseinlage akzeptiert und dafür frischgedruckte Euros ausgegeben. Hypothetisch könnte sie das Geld wieder zurückfordern, dazu wären aber die ursprünglichen Besitzer kaum bereit und die wenigsten in der Lage. Verloren sind auf jeden Fall die Griechenlandpapiere, die von der EZB aufgekauft wurden. Ein Verlust, der das Eigenkapital der EZB übersteigen könnte.

Wieder glückliche Griechen

Eine Griechenlandpleite wird zweifellos den Euro nachhaltig erschüttern, möglicherweise zum Zusammenbruch dieser politisch erzwungenen Kunstwährung führen. Die Deutschen würden dem von ihnen nie geliebten Euro allerdings die wenigsten Tränen nachweinen. Großes Jammern werden sicherlich die riesigen zusätzlichen Schulden hervorrufen, die die vergeblichen Rettungsversuche verursacht haben. Auf ihnen bleibt hauptsächlich der deutsche Staat sitzen – bis er selbst Konkurs anmelden muß und den Euro von sich aus abwickelt. Bis dahin könnten sich die Griechen schon längst wieder wirtschaftlich erholt haben.

Mit neuer Währung, frei von Schulden und nach einer harten Übergangszeit mit erzwungenermaßen ausgeglichenem Staatshaushalt kommt dann möglicherweise die alte griechische Lebensart wieder zum Vorschein, die der bekannte Roman „Alexis Sorbas“ des griechischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis so treffend beschrieben hat. Als wieder glückliches und bescheidenes Volk müßten die Griechen nicht mehr nur noch für die Touristen den Sirtaki tanzen.

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