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Bayerischer Ministerpräsident: Rechts reden, links regieren: Und Söder ging zum Regenbogen

Bayerischer Ministerpräsident: Rechts reden, links regieren: Und Söder ging zum Regenbogen

Bayerischer Ministerpräsident: Rechts reden, links regieren: Und Söder ging zum Regenbogen

Bayerns Ministerpräsident trägt beim EM-Spiel Deutschland - Ungarn 2021 aus Protest gegen Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban eine Regenbogen-Maske.
Bayerns Ministerpräsident trägt beim EM-Spiel Deutschland - Ungarn 2021 aus Protest gegen Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban eine Regenbogen-Maske.
Bayerns Ministerpräsident trägt beim EM-Spiel Deutschland – Ungarn 2021 aus Protest gegen Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban eine Regenbogen-Maske. Foto: picture alliance / augenklick/Jürgen Fromme/firo S
Bayerischer Ministerpräsident
 

Rechts reden, links regieren: Und Söder ging zum Regenbogen

Mit heftigen Angriffen auf die Bundesregierung hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Wochenende für Schlagzeilen gesorgt. Der Bild am Sonntag sagte er: „Die einzige wahre Gemeinsamkeit der Ampel-Koalition ist doch ihr Wunsch nach einer Umerziehung der deutschen Bevölkerung.“ Gleichzeitig ließ er am Sonnabend und Sonntag Regenbogenfahnen vor seinem Amtssitz, der Staatskanzlei, hissen. Das Symbol der Umerziehung feierte der CSU-Chef als „Zeichen für Toleranz und Vielfalt“.

Rechts reden – links regieren. Das ist Markus Söders Motto, mit dem er sich einerseits Mehrheiten sichern und andererseits das Land mit den Stimmen der Konservativen in eine linke Hippie-Hochburg umbauen möchte. Schon während der zwei Lockdowns und der Corona-Beschränkungen gehörte er neben Angela Merkel, Karl Lauterbach und den Grünen zu den übelsten Scharfmachern, die die Deutschen in Sachen Gesundheit mit zahllosen Zwangsmaßnahmen umerziehen wollten. Ungeimpfte ließ er wie Aussätzige behandelte.

Jeder Freiheitsliebende sollte hellhörig werden

Söder steht für Ausgrenzung und den Wunsch nach totaler Macht. Der CSU-Chef ist kein Mann der Freiheit und des Miteinanders. Wenn ausgerechnet ein Politiker wie er über die Regenbogenfahne sagt, sie zeige, daß Bayern ein „Land der Freiheit und des Miteinanders“ sei, sollte jeder Freiheitsliebende hellhörig werden.

Dabei ist sein aktueller Vorwurf in der BamS, daß sich „die gesellschaftliche Zeitenwende der Ampel gegen die Mehrheit der Normalbürger“ richte, völlig korrekt. Und er hat Recht, wenn er in Richtung SPD, Grünen und FDP kritisiert: „Es geht immer um Zwang statt um Freiheit.“ Aber aus seinem Munde ist das die reinste Bigotterie. Was soll man davon halten, wenn er poltert: „Es ist falsch, Gendern zwanghaft zu verordnen“, aber gleichzeitig die Gender-Fahne aufziehen läßt?

Söders Kritik ist bigott und grotesk

Wie wenig glaubwürdig, ja geradezu grotesk Söders Kritik am Gesellschaftsumbau der Ampel ist, machte er mit der Flaggen-Aktion und seinen anbiedernden Äußerungen an eine Minderheit klar, die keine Toleranz für die Mehrheit kennt.

Unter der Regenbogenfahne wird die biologische Tatsache bekämpft, daß es nur zwei Geschlechter gibt. Unter der Regenbogenfahne werden Menschen ausgegrenzt, für die die klassische Familie erstrebenswert ist. Unter der Regenbogenfahne wird versucht, die Freiheit der Forschung an deutschen Universitäten zu verhindern.

Mit „Freiheit und Miteinander“ hat all das nichts zu tun. Das symbolisiert vielmehr die Flagge mit den blau-weißen Rauten und den goldenen Löwen. Herr Söder, das ist die bayerischen Landesfahne – das traditionelle Zeichen für Toleranz und Vielfalt.

Bayerns Ministerpräsident trägt beim EM-Spiel Deutschland – Ungarn 2021 aus Protest gegen Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban eine Regenbogen-Maske. Foto: picture alliance / augenklick/Jürgen Fromme/firo S
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