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Twitter: Realität statt „Safe Space“

Twitter: Realität statt „Safe Space“

Twitter: Realität statt „Safe Space“

Elon Musk kämpft um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Foto: picture alliance / Muhammed Selim Korkutata / AA
Elon Musk kämpft um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Foto: picture alliance / Muhammed Selim Korkutata / AA
Elon Musk kämpft um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Foto: picture alliance / Muhammed Selim Korkutata / AA
Twitter
 

Realität statt „Safe Space“

Elon Musk verspricht Meinungsfreiheit und die linke Blase schäumt vor Wut. Der Tesla-Gründer hat seine Ankündigung wahrgemacht und den Kurznachrichtendienst Twitter gekauft. Der US-Milliardär, der ein flammender Verteidiger der freien Rede ist, will die Meinungsfreiheit auf dem sozialen Netzwerk wieder stärken. Besser könnte er die Social-Justice-Warrior, die stets auf die Stummschaltung unliebsamer Stimmen drängen, gar nicht enttarnen. Kein Wunder. Mit dem Kauf der Plattform macht er auf einen Schlag alles zunichte, was die weißen Ritter der Cancel Culture jahrelang vorangetrieben haben. Twitter war in den letzten Jahren immer mehr zum ultimativen „Safe Space“ für linke Ideen geworden.

Diese woke Meinungshoheit bei dem Kurznachrichtendienst war das Ergebnis von nahezu alltäglichen Shitstorms und gezielten Meldeaktionen gegen Andersdenkende. Vieles Kritische wurde bislang gnadenlos weggeblockt oder ungelesen im Shadowban „entsorgt“.

Böhermann will Twitter vergemeinschaften

Einer, der sich ob der Twitter-Übernahme durch Musk und dessen Freiheitsagenda kaum einkriegen konnte, war natürlich Überzensierer Jan Böhmermann. Dieser machte von der für ihn und seine Gleichgesinnten schon immer selbstverständlichen Meinungsfreiheit Gebrauch und stellte pöbelnd die in seinen Augen wohl rhetorische Frage in den Raum: „Hä? Wieso gehört am Ende alles immer reichen Wichsern, die machen können was sie wollen?“

Zu den vielen „schlauen“ Ideen, die der Mann vom Zentralkomitee für Digitalfragen aka ZDF hatte, gehörte auch die Forderung: „Twitter vergemeinschaften! Meta zerschlagen! Google unter öffentliche Kontrolle bringen!“ Was man nicht verbieten kann, muß man eben verstaatlichen. Ein Motto nachdem Sozialisten schon immer gerne alles an die Wand gefahren haben, was sie sich unter die Fittiche reißen konnten. In die Enteignungsrufe stimmte unter anderem auch Mario Sixtus ein.

Mario Sixtus nennt Musk toxischen Egomanen

Der Verbal-Hooligan unter den deutschen „Journalisten“ nannte Elon Musk einen toxischen Egomanen. Der Milliardär könne Twitter mit einer Summe kaufen, die dem Bruttoinlandsprodukt des sozialistischen Venezuela entspreche. Der Landes-Vergleich ist interessant. Auch weil Sixtus als Filmemacher des öffentlich-rechtlichen Fernsehens regelmäßig einen Medien-Apparat beliefert, dessen Einnahmen deutlich über dem Haushalt etlicher Staaten auf der Welt liegen.

Diese neue alte Freude am Enteignen ist bemerkenswert. Während Musks Twitter-Übernahme nun als eine gefährliche Einflußnahme auf die öffentliche Meinung durch einen Superreichen gebrandmarkt wird, galt solche Kritik an meinungsbildenden Förderungen durch die Stiftung des Milliardärs George Soros in der Vergangenheit als antisemitische Hetze.

Wütende Nutzern wollen sich selbst canceln

Etliche derer, die auf Twitter bisher so gerne andere gecancelt haben, canceln in ihrem Protest nun ihre eigenen Profile – oder kündigen dies zumindest lauthals an. Einige wollen sich zu anderen Netzwerken flüchten, die noch immer in ihrem Sinne politisch korrekt sind.

Musk ist indes nicht daran interessiert, Nutzer „wegzucanceln“. Er hoffe, daß selbst seine größten Kritiker der Plattform erhalten blieben, denn genau das bedeute Meinungsfreiheit. Für die von jeglicher Gegenrede sonst verschont gebliebenen Nutzer wird es indes Zeit, sich von ihrem Safe Space zu verabschieden und in der Realität anzukommen, denn eines ist gewiß: Musks Twitter-Kauf markiert eine historische Kehrtwende.

Elon Musk kämpft um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Foto: picture alliance / Muhammed Selim Korkutata / AA
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