Pro Merkel
Asylbewerber 2015 am serbisch-ungarischen Grenzübergang in Roeszke Foto: picture alliance/CITYPRESS 24

„Wir haben das geschafft“
 

Für die Folgen ihrer Asylpolitik hat Merkel nicht mal ein müdes Achselzucken übrig

Gruppenvergewaltigungen, Terroranschläge, steigende Kriminalität, Messermorde und explodierende Sozialkosten: Wenn es um die Asylkrise 2015 und deren Folgen geht, scheinen für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Schattenseiten der von ihr verursachten Massenmigration nicht zu existieren.

Gerade erst hat ein als Flüchtling gekommener Syrer in einem ICE bei Nürnberg drei Menschen mit einem Messer verletzt, da bilanziert die scheidende Regierungschefin, Deutschland habe den Millionenzustrom der vergangenen Jahre nicht nur bewältigt, sondern sogar gemeistert. „Ja, wir haben das geschafft“, zeigte sie sich in einem aktuellen Interview freudig.

Zwar sei nicht alles „ideal“ gelaufen, sagte Merkel mit Blick auf die sexuellen Übergriffe ausländischer Gruppengrapscher in der Silvesternacht 2015 in Köln euphemistisch, aber wen stören schon solche offenbar bedeutungslosen Randerscheinungen, wenn es doch ganz „wunderbare Beispiele von gelungenen menschlichen Entwicklungen“ gibt. Denn das war, was Merkel nun vor allem zu ihrer Asylpolitik einfiel.

Absolute Empathielosigkeit gegenüber dem eigenen Volk

So zeigt sich einmal mehr: Angela Merkel bleibt sich treu. Nicht nur, was ihre nicht selten sinnfreien und subjektiven Formulierungen und Wahrnehmungen angeht, sondern auch bezüglich des Markenzeichens ihres Regierungsstils: ihrer absoluten Empathielosigkeit gegenüber der eigenen Bevölkerung. „Mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin. Nun sind sie halt da“, gab sich Merkel, schon wenige Tage nachdem sie Hunderttausende unkontrolliert ins Land strömen ließ, gewohnt patzig gegenüber Bedenkenträgern in der eigenen Fraktion.

Und auch als ein als Flüchtling getarnter Islamist bei einem Terroranschlag auf den Weihnachtmarkt am Berliner Breitscheidplatz mehr als ein Dutzend Menschen tötete, dauerte es lange, bis sich Merkel zu einem Zeichen der Anteilnahme gegenüber den Hinterbliebenen herabließ.

Als im Juni ein abgelehnter Asylbewerber aus Somalia unter „Allahu Akbar“-Rufen drei Frauen in Würzburg mit einem Messer ermordete, hielt es die Kanzlerin ebenfalls nicht für nötig, sich persönlich zu der Tragödie zu äußern. Statt dessen schickte sie ihren Sprecher Steffen Seibert auf Twitter vor, der das Volk dort in ihrem Namen wissen ließ: „Die entsetzliche Tat richtet sich gegen jede Menschlichkeit und jede Religion.“

Daß Merkel durchaus zur Anteilnahme fähig ist, bewies sie hingegen 2016. Damals war ein selbstgebastelter Sprengsatz vor einer Dresdner Moschee explodiert. Auch wenn nur ein vergleichsweise geringer Sachschaden entstanden war, ließ es sich die CDU-Politikerin nicht nehmen, die Familie des Imams persönlich zu treffen und ein Zeichen zu setzen.

Das Gesicht des Landes nahhaltig geändert

Angela Merkel wird in die Geschichtsbücher eingehen als die Regierungschefin Deutschlands, die das Gesicht ihres Landes durch die Einwanderung hunderttausender Menschen aus fremden Kulturkreisen nachhaltig verändert hat. Sie ließ sich von wildfremden Menschen, die erst ein paar Tage im Land waren, strahlend fotografieren, während sie für die eigenen Landsleute und deren Sorgen und Nöte oft nicht mal ein müdes Lächeln übrighatte.

Welches Signal von einer Selfie-Kanzlerin in die Flüchtlingsregionen der Welt ausgesendet wurde, schien ihr dabei egal. Wenn sie sich jetzt auch noch dafür entschuldigen solle, in Notsituationen ein freundliches Gesicht zu zeigen – dann sei das nicht mehr ihr Land, gab sie achselzuckend zu Protokoll.

Auch daß ihre Sirenenrufe und ihre Politik der großzügigen Hand bis heute unzählige Flüchtlinge anlocken, wie ein aktueller Blick auf die Grenze zu Polen zeigt, läßt Merkel gänzlich gleichgültig. Sie mag darauf hoffen, daß unter den künftigen Sozialstaatsprofiteuren auch wieder einige wunderbare Beispiele gelungener menschlicher Entwicklungen sind. Und wenn nicht, dann gilt eben ihre bisherige Losung: „Nun sind sie halt da.“

Asylbewerber 2015 am serbisch-ungarischen Grenzübergang in Roeszke Foto: picture alliance/CITYPRESS 24
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