Großfamilie
Großfamilie in der Schweiz: Konservative sind glücklicher (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa

Studie
 

Der Frust sitzt links

Die Wähler von Donald Trump oder Parteien wie der AfD gehören zu den gesellschaftlich Abgehängten und stimmten deshalb so „reaktionär“ ab, weil sie unzufrieden, frustriert und unglücklich sind. So ein weit verbreitetes Vorurteil, vor allem in der linksliberalen Medienschickeria. Eine aktuelle Studie der University of Southern California in Los Angeles belegt nun, daß dieses Vorurteil falsch ist.

Im Gegenteil. Die im Fachjournal „Social Psychological and Personality Science“ veröffentlichte Wissenschaftsarbeit zeigt, daß politisch Konservative in der Mehrheit sogar glücklicher sind als Linke und amerikanische „Liberals“. Während sich bei Befragungen jeder zweite Anhänger der US-Republikaner selbst als glücklich bezeichnete, waren es bei den Demokraten nahestehenden Probanden nicht einmal 30 Prozent, die angaben, mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Der Frust sitzt also eindeutig links.

Linke verdienen unser Mitleid

Konservativ denkende können laut der Studie eher einen Sinn in ihrem Leben erkennen als Linksgerichtete. Was könnte der Grund sein? Vielleicht die den Linken von konservativer Seite oft attestierte Wohlstandsverwahrlosung, bei der man sich selbst Probleme sucht, obgleich man eigentlich keine wirklichen hat?

Oder möglicherweise die Verzweiflung an der eigenen Lebensunfähigkeit, weil man mit 30 – trotz fast abgeschlossenem Gender-Studium – immer noch bei Mutti wohnt? Hinter der allseits bekannten Weinerlichkeit vieler Linker scheint eine echte tiefsitzende Traurigkeit zu stecken.

„Wir sollten den Linken mit Liebe begegnen“, könnte man in Abwandlung eines Zitats von Margot Käßmann sagen. Denn die Forscher führen den Glücks-Vorsprung der Konservativen vor allem auf die stärkere soziale Verankerung in der Familie und dem Freundeskreis zurück. Nun wollen die linken „Liberalen“ in der Regel nicht mit Konservativen befreundet sein. Weder bei Facebook noch im realen Leben. Ist jemand nicht ihrer Meinung, nehmen sie meist schnell Reißaus. Reisende soll man ja bekanntlich nicht aufhalten; aber man kann ihnen durchaus eine gehörige Portion Mitleid mit auf den Weg geben.

Kein Wir-Gefühl

Die Studie aus den USA ist nicht die erste zum Thema, die nahelegt, daß Konservative lebensfroher sind als der politische Gegner. Schon 2016 hat beispielsweise die Uni Köln festgestellt, daß Konservative im Schnitt die glücklicheren Menschen sind. Vor allem dann, wenn der Zeitgeist ebenfalls konservativ geprägt ist. Dieses emotional stärkende gesellschaftliche Wir-Gefühl scheint sich auf unter den Linken, trotz der Omnipräsenz ihrer Ideologie, nicht einzustellen. Aber vielleicht ist die Linke inzwischen, um mit Donald Trump zu sprechen, auch ganz einfach müde vom ständigen Gewinnen in den letzten Jahrzehnten.

Viele Studien sehen auch im christlichen Glauben, der in konservativen Kreisen weit verbreiteter ist als in der sich meist strikt antireligiös gebenden linken Szene, einen der Gründe für die Diskrepanz zwischen den beiden politischen Lagern in Sachen Lebenszufriedenheit. Man sollte sich davor hüten, zu sehr in Küchenpsychologie zu verfallen, aber eventuell ist die insgeheime Sehnsucht nach einem tieferen Sinn und Spiritualität ja tatsächlich auch eine Erklärung für das ständige Liebäugeln vieler Linker mit dem Islam.

Der so groß zelebrierte Weltschmerz und das vermeintliche Mitgefühl mit den Geknechteten und Unterdrückten dieser Erde, scheint jedenfalls oft nichts anderes zu sein, als das Selbstmitleid einiger zu kurz Gekommener, die echte Werte und wahre Freunde durch Ideologie und politisch Gleichgesinnte ersetzt haben.

Großfamilie in der Schweiz: Konservative sind glücklicher (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa
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