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Nötigungen im Verkehr

Über die Netzadresse www.mach-ich-lieber-selber.de vertreibt die Berlinerin Tanja Trültzsch seit einigen Wochen Autoaufkleber, um Leidensgenossen „künftig im Dialog mit den Putzkolonnen bei roten Ampeln“ zu unterstützen. Die 31jährige ärgerte sich nämlich darüber, daß augenfällig wenig kompetente Frontscheibenakrobaten sich mit am Autolack klappernden Schlüsselbunden und klatschnassem Wischerschwamm ihrem restaurierten 69er MG-Roadster näherten, obwohl sie diese Dienstleistung gar nicht wünschte. Dieses in Schwellenländern verbreitete Phänomen hat sich seit einigen Jahren auch in deutschen Großstädten an großen Ampelkreuzungen etabliert – hierzulande sind es in der Regel aber Punker oder Zigeuner, die sich auf die Windschutzscheiben stürzen, um den hilflosen Fahrern einen Euro abzunötigen.

Nun bringt Trültzsch ihre Initiative, die mit den bisher schon 750 Mal verkauften Aufklebern „nett, aber bestimmt Nein“ sagen will, in Erklärungsnot, da sie als kaltherzig oder ausländerfeindlich angegriffen wird. „Daß aus einem kleinen, persönlichen Fall eine große Sache gemacht wird, hätte ich niemals gedacht“, gibt die Berliner Morgenpost die hübsche Autonärrin wieder. Sie sei weder ausländerfeindlich noch unsozial. Das wollen die Absender vieler haßerfüllter E-Mails, die sogar vor Drohungen nicht zurückschreckten, ihr aber nicht glauben.   

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