Auf die Ehe kommt es an

Das wird der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lange nachgehen. Ihr frühes Selbstlob im Februar in Sachen Geburtenzahlen war ein Bumerang. Als Mißerfolg könnte man sogar die gesamte Familienpolitik sehen, denn Frau von der Leyen (CDU) hatte ja wiederholt gesagt, daß ihre Politik Mut zu Kindern machen solle. Sehr ermutigend ist diese Politik offenbar nicht. Gelernt hat man im Familienministerium aus dem Desaster aber auch nichts. Denn abgesehen von den Manipulationsversuchen mit den Zahlen scheint man auch die Bedürfnisse der Familien konsequent zu ignorieren.

Kinder werden geboren, wenn es Verläßlichkeit gibt – bei den Finanzen und, wichtiger noch, in den Beziehungen. Auch das läßt sich aus Statistiken herauslesen: Die meisten Kinder werden in Deutschland in stabilen Ehen geboren.

Wer die Geburtenzahlen steigern will, müßte also nicht nur die Wahlfreiheit zwischen Fremdbetreuung und monetärer Ersatzleistung bei Selbstbetreuung ermöglichen (so fordert es übrigens das Bundesverfassungsgericht), sondern auch die Ehe fördern. Aber an diesem Thema wollen Politiker und Journalisten nicht rühren. Es berührt sie – auch das ist statistisch nachweisbar – weit überdurchschnittlich selbst.

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