Das ganze Links-Programm

Es wäre doch zu schön gewesen: Die Schüler hätten am 12. November beim bundesweiten Schulstreik gemeinsam und überparteilich für das kämpfen können, was für sie in diesem Lebensabschnitt so wichtig ist — eine bessere Ausstattung der Schulen, kleinere Klassen und ein Bildungssystem, das sie auf ihr Arbeitsleben vorbereitet. Es hätte einen Schulterschluß über Parteigrenzen und Ideologien hinweg geben können — einen Schulterschluß für die Bildung in Deutschland. Wer sich desgleichen erhoffte, wurde bitter enttäuscht. Die Proteste auf dem Bremer Marktplatz und anderswo im Land wirkten wie ein großes linkes Happening. Kein breites Schülerbündnis — dafür aber Antifa, Uni-AStA, Jusos, Solid, G8-Gegner. Schnell wurde klar, was hier passierte: Nicht die Schüler kämpften für ihre Rechte, sondern Studenten, Gewerkschafter, Alt-68er, Linke. Und sie demonstrierten nicht nur für die Einheitsschule und die Abschaffung von Noten, sondern machten gleich das komplette „Links-Programm“: Nein zum Krieg, zum Kapital, zum Faschismus, zum Patriarchat. Hier ging es nicht um die Interessen der Schüler, hier ging es um die Weltrevolution.   Malte Engelmann (CDU) ist Mitglied der Deputation für Bildung der Bremischen Bürgerschaft und stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Bremen.

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