WIEN. Im Jahr 2025 hat die österreichische Polizei einen deutlichen Anstieg an christenfeindlich motivierten Straftaten verzeichnet. Vergangenes Jahr gab es 133 solche Delikte, heißt es im neuen „Hate-Crime-Lagebericht“ des österreichischen Bundesinnenministeriums. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um 29 Prozent. 57 Prozent der Tatverdächtigen besaßen keinen österreichischen Pass.
Zu den häufigsten Straftaten gegen Christen gehörten 29 schwere Sachbeschädigungen und 24 gefährliche Drohungen. In 16 Fällen ermittelten Österreichs Behörden in diesem Zusammenhang wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Dahinter folgen schwerer Diebstahl in zwölf Fällen sowie elf Körperverletzungen. Zudem wurden zwölf der 21 Angriffe auf Sakralstätten dem christenfeindlichen Motiv zugerechnet.
Deutschland verzeichnete 337 christenfeindliche Straftaten
Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) betonte, die Bekämpfung von „Hasskriminalität“ sei „eine konkrete, alltägliche Herausforderung und notwendig für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Er lobte dabei, dass die „konsequente Ermittlungstätigkeit der Sicherheitsbehörden“ zu einer auf 71 Prozent gestiegenen Aufklärungsquote geführt habe.
In Deutschland verzeichnete das Bundesinnenministerium insgesamt 337 christenfeindliche Straftaten im vergangenen Jahr. Davon richteten sich 92 gegen Kirchen. Eine genauere Aufschlüsselung liegt anders als in Österreich nicht öffentlich vor. Zuletzt hatte ein freikirchliches Café in Leipzig nach 26 linksextremen Anschlägen den Betrieb eingestellt (JF berichtete). Im Szeneportal Indymedia rechtfertigten die Täter ihr Vorgehen unter anderem damit, dass die „fundamentalistischen“ und „erzkonservativen“ Christen das Café betrieben hätten, die für „Queerfeindlichkeit und Misogynie“ stünden. (kuk)






