SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kann sich Hoffnungen machen, das Bundesland auch nach der kommenden Landtagswahl am 20. September weiter zu regieren. Wäre am kommenden Sonntag schon Wahl, erhielte Schwesigs SPD 29 Prozent, wie aus einer Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag des NDR hervorgeht. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als noch im Mai.
Zusammen mit der Linkspartei, die einen Punkt verliert und auf zwölf Prozent kommt, und den Grünen, die um einen Punkt auf fünf Prozent zulegen können, hätte Rot-Rot-Grün damit eine Mehrheit von 46 Prozent. Die AfD, die unverändert mit 36 Prozent vorne liegt, käme zusammen mit der CDU, die einen Punkt abgibt und nun bei neun Prozent liegt, dagegen nur auf 45 Prozent.
Nicht mehr im Parlament vertreten wäre die FDP, die nicht mehr einzeln in der Umfrage aufgeführt wird. Ebenfalls an der Fünf-Prozent-Hürde würde das BSW mit vier Prozent (minus ein Prozentpunkt) scheitern.

Schwesig bei Direktwahl vorn / AfD bei Kompetenzen
Könnten die Mecklenburger und Vorpommern den Ministerpräsidenten direkt wählen, könnte sich Schwesig mit 49 Prozent durchsetzen. AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erhielte 27 Prozent. 50 Prozent der Befragten zeigten sich dabei laut NDR offen für eine Regierungsbeteiligung der AfD.
Vorne liegt die Partei auch bei den meisten Kompetenzfeldern. Bei der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen trauen 29 Prozent der AfD die meiste Kompetenz zu. Auch bei der Wirtschaft (30 Prozent), der Bildungspolitik (27 Prozent), sozialer Gerechtigkeit (26 Prozent) und der Asylpolitik (37 Prozent) führt die AfD. Lediglich bei der Klimapolitik liegen die Grünen mit 23 Prozent knapp vor der AfD mit 21 Prozent. (ho)