ZWICKAU. Einer der beiden Afghanen, die am Samstag einen 26jährigen Landsmann in Zwickau „mit stumpfer Gewalt“ totgeschlagen haben sollen, lebt mit „Flüchtlingseigenschaft“ in Deutschland. Der andere mutmaßliche Täter stand zum Tatzeitpunkt unter laufender Bewährung und ist ausreisepflichtig. Dessen Abschiebung ist aber durch einen Duldungsstatus ausgesetzt, wie die JUNGE FREIHEIT auf Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Zwickau erfuhr.
Ob der 19jährige Afghane zuvor wie sein 25jähriger Mittäter auch straffällig wurde, wollte die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen, da es sich „bei dem jüngeren Täter um einen Heranwachsenden handelt“.
Ein Haftrichter erließ noch am Samstagabend Haftbefehl gegen die Verdächtigen. Beide Männer „wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht“, teilte die Polizei mit.
Afghane starb einen Tag später an den Verletzungen
Hintergrund der tödlichen Prügeltat ist ein Streit, der am vergangenen Samstag zwischen insgesamt vier afghanischen Staatsbürgern im sächsischen Zwickau eskalierte. Bei der Auseinandersetzung an der Marienstraße schlugen die 25 und 19 Jahre alten Tatverdächtigen so brutal auf den 26jährigen ein, dass dieser lebensgefährlich ins Krankenhaus eingeliefert wurde und am Sonntag seinen Verletzungen erlag. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Totschlags.
Ein weiterer 20jähriger Afghane trug leichte Verletzungen davon. Zum Grund des Streits konnten die Behörden „noch keine Angaben machen“. Die Polizei sucht nun Zeugen. „Insbesondere Fotos und Videos sind von großem Interesse für die Ermittlungen“, heißt es von den Ermittlern in Zwickau. (rsz)






