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Amerika gegen Vatikan: Jetzt attackiert auch US-Vizepräsident JD Vance den Papst

Amerika gegen Vatikan: Jetzt attackiert auch US-Vizepräsident JD Vance den Papst

Amerika gegen Vatikan: Jetzt attackiert auch US-Vizepräsident JD Vance den Papst

U.S. Vice President JD Vance arrives for a meeting with Pakistan's Prime Minister Shehbaz Sharif in Islamabad, Pakistan, for talks about Iran on Saturday, April 11, 2026. Er kritisierte den Papst. (AP Photo/Jacquelyn Martin, Pool)
U.S. Vice President JD Vance arrives for a meeting with Pakistan's Prime Minister Shehbaz Sharif in Islamabad, Pakistan, for talks about Iran on Saturday, April 11, 2026. Er kritisierte den Papst. (AP Photo/Jacquelyn Martin, Pool)
US-Vizepräsident JD Vance: Laut ihm verstehen viele den Humor hinter Trumps Jesus-Bild nicht. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jacquelyn Martin
Amerika gegen Vatikan
 

Jetzt attackiert auch US-Vizepräsident JD Vance den Papst

Mit einem angeblichen Scherzbeitrag hat sich der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und Papst Leo XIV. ausgeweitet. US-Vizepräsident JD Vance mischt sich ebenfalls in den Konflikt ein.
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NEW YORK. US-Vizepräsident JD Vance hat am Dienstag in einem Interview mit dem amerikanischen Sender Fox News Papst Leo XIV. empfohlen, sich aus der amerikanischen Politik herauszuhalten. „In manchen Fällen wäre es das Beste für den Vatikan, sich auf moralische Angelegenheiten zu konzentrieren.“ Der Vizepräsident mischte sich damit in einen bereits länger anhaltenden Streit zwischen Leo XIV. und US-Präsident Donald Trump ein.

In der Vergangenheit hatte der Papst die US-Regierung wiederholt kritisiert und zum Frieden gemahnt. Die Drohung Trumps gegen Teheran bezeichnete er als „wirklich inakzeptabel“. Zudem warnte er in einer Predigt vor dem „Wahn der Allmacht“ und davor, Gott zur Rechtfertigung von Kriegen zu missbrauchen (JF berichtete).

Auf der Plattform „Truth Social“ schrieb Trump am Montag, er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran Atomwaffen besitzt. „Und ich will keinen Papst, der den Präsidenten der Vereinigten Staaten kritisiert, weil ich genau das tue, wozu ich mit einem Erdrutschsieg gewählt wurde: Rekordtiefstände bei der Kriminalität zu erreichen und den besten Aktienmarkt der Geschichte zu schaffen.“

Leo verdanke Trump die Wahl zum Papst

Weiter behauptete der US-Präsident in seinem Beitrag: „Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan.“ Die katholische Kirche habe durch seine Wahl gehofft, dass er sich als Amerikaner am besten mit Trump verstehen würde. Der US-Präsident forderte Leo dazu auf, „sich als Papst zusammenzureißen“ und damit aufzuhören, „der radikalen Linken nach dem Mund zu reden“. Er solle „sich darauf konzentrieren, ein guter Papst zu sein, kein Politiker“.

Trump legte bei der Landung in Washington nach. Vor Journalisten sagte er, dass er „kein großer Fan“ des Papstes sei. Leo sei „sehr liberal“ und verstehe nichts davon, Kriminalität zu stoppen. Aus US-Kirchenkreisen kam prompt Kritik. Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Paul S. Coakley, zeigte sich „bestürzt“ über Trumps Worte. Der Papst sei „kein politischer Gegner, sondern der Stellvertreter Christi“.

Leo wurde in einem Flugzeug von Reportern zu Trumps Äußerungen befragt. Allein der Name der Plattform „Truth Social“, auf der der US-Präsident seine Kritik hochgeladen habe, sei ironisch, sagte der Papst. Er habe „keine Angst vor der Trump-Regierung oder davor, die Botschaft des Evangeliums laut auszusprechen“.

Unterdessen äußerte sich die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu Trumps Aussagen. „Ich halte die Worte von Präsident Trump gegenüber dem Heiligen Vater für inakzeptabel. Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche, und es ist richtig und normal, dass er zum Frieden aufruft und jede Form von Krieg verurteilt.“ Irans Präsident Masud Peseschkian schrieb dem Papst auf „X“, dass er im Namen des Irans „die Beleidigung Ihrer Exzellenz“ verurteilt. „Ich wünsche Ihnen Allahs Segen“, schrieb er an den Papst adressiert.

Trump vergleicht sich mit Jesus

Zudem sorgte der US-Präsident mit einem KI-generierten Bild für Furore. Auf dem war er als Jesus-Gestalt zu sehen, wie er einen im Krankenbett liegenden Mann heilte. Hinter Trump schien die Sonne, eine US-Flagge wehte und Militärflugzeuge sowie Adler flogen durch die Luft. Der Vatikan äußerte sich bisher nicht zu dem Bild. Dafür kam Kritik aus den eigenen Reihen: „Das ist eine ungeheuerliche Gotteslästerung“, schrieb der frühere Co-Vorsitzende des Jugendbeirats der Republikanischen Partei, Brilyn Hollyhand, auf „X“.

Danach löschte der US-Präsident den Beitrag. Dennoch verteidigte er ihn gegenüber Reportern vor dem Oval Office, da es sich um ein Missverständnis gehandelt habe: „Das sollte ich als Doktor sein, der die Menschen gesund macht – und ich mache Menschen gesund. Ich mache Menschen viel gesünder.“

Vance fügte im Interview mit Fox News hinzu, dass der Beitrag aus seiner Sicht als Scherz gedacht gewesen sei. Aber die Menschen hätten den Humor des US-Präsidenten nicht verstanden. (mas)

US-Vizepräsident JD Vance: Laut ihm verstehen viele den Humor hinter Trumps Jesus-Bild nicht. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jacquelyn Martin
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