BREMEN. Linksextremisten haben sich nach dem Brand in einem Schulungszentrum eines Unternehmens in der Bremer Überseestadt auf einer einschlägigen Internetplattform zu der Tat bekannt. Das veröffentlichte Schreiben wird nach Angaben der Behörden derzeit als authentisch eingestuft.
In der Nacht zu Sonntag hatte ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes während seiner Kontrollfahrt festgestellt, daß zwei Fahrzeuge auf dem Firmengelände bereits in Vollbrand standen. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte zudem ein Feuer im Treppenhaus des Schulungszentrums fest.
Linksextreme inszenieren sich als Kämpfer für bessere Welt
Die Feuerwehr löschte die Brände. Personen wurden nicht verletzt, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden im sechsstelligen Bereich. In dem im Internet veröffentlichten Schreiben bekennen sich Unbekannte zu der Tat und begründen den Anschlag politisch. Das Ziel, die Firma Kaefer, handle es sich um einen „Dienstleister der Atom- und Rüstungsindustrie“, die eine „tödliche und zerstörerische Maschinerie“ sei.
Bremens Innensenatorin Eva Högl sagte zu der Tat: „Ich verurteile den Brandanschlag auf ein Bremer Unternehmen auf das Schärfste. Politisch begründete Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen – egal aus welcher Richtung sie kommt.“
Daß sich die Täter in einem Bekennerschreiben als Kämpfer für eine bessere Welt inszenieren würden, mache die Tat nicht weniger gefährlich und nicht weniger verwerflich. Die Sicherheitsbehörden würden alles daransetzen, die Verantwortlichen zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen. Unterdessen hat der Staatsschutz Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet. (rr)






