BERLIN. Linksextreme Täter haben im Jahr 2025 erneut erheblich häufiger Rechte angegriffen als Rechtsextreme linke Gegner. Nach vorläufigen Zahlen der Bundesregierung, über die Nius berichtet, registrierten die Sicherheitsbehörden 606 linksextreme Gewalttaten gegen Rechte. Dem standen 182 rechtsextreme Gewaltdelikte gegen Linke gegenüber.
Die Zahlen gehen aus einer parlamentarischen Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess an das Bundesinnenministerium hervor. Die Bundesregierung weist darauf hin, daß die Erfassung der politisch motivierten Kriminalität für das Jahr 2025 noch nicht abgeschlossen ist.
Deutlicher Anstieg bei linksextremer Gewalt
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein deutlicher Anstieg. 2024 hatten die Behörden 416 linksextreme Angriffe auf Rechte gezählt. Damit stieg die Zahl binnen eines Jahres um gut 31 Prozent. Auch die Zahl rechtsextremer Gewalttaten nahm zu, allerdings deutlich schwächer. Sie lag im Vorjahr bei 147 Fällen. Bereits seit 2019 registrieren die Sicherheitsbehörden Jahr für Jahr deutlich mehr linksextreme Angriffe auf Rechte als umgekehrt, wie die JUNGE FREIHEIT bereits im Mai 2025 berichtete. Die erfaßten Taten stammen aus dem Bereich politisch motivierter Gewalt und richten sich jeweils gegen politische Gegner.
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Hess erklärte gegenüber Nius, nicht nur der Anstieg, sondern insbesondere die absoluten Zahlen belegten, von welcher Seite die meiste politische Gewalt ausgehe. Politik und Medien warf er vor, linke Gewalt seit Jahren zu verharmlosen oder zu relativieren. Durch staatlich geförderte, Antifa-nahe Netzwerke und politisches Wegsehen entstehe ein Klima, in dem linke Staatsfeinde faktisch legitimiert und indirekt ermutigt würden.
Unabhängig von den aktuellen Fallzahlen zeigt auch eine aktuelle Insa-Umfrage ein ausgeprägtes Problembewußtsein in der Bevölkerung. Am häufigsten (51 Prozent) sehen die Befragten den Rechtsextremismus als Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung an. Zugleich halten jeweils 41 Prozent auch den Linksextremismus und den Islamismus für eine Bedrohung der FDGO (JF berichtete). (sv)






