BERLIN. Die Berliner CDU hat ihre Spitzenposition auch in der jüngsten Umfrage behauptet, doch die Koalition mit der SPD verfehlt inzwischen klar die Mehrheit. Das geht aus dem aktuellen BerlinTrend von infratest dimap hervor. Wäre nicht erst im September, sondern bereits am Sonntag Abgeordnetenhauswahl, käme die CDU von Regierendem Bürgermeister Kai Wegner auf 22 Prozent. Damit bleibt sie auf dem Niveau der vorangegangenen Umfrage im November.
Die SPD verbessert sich leicht und erreicht 14 Prozent, ein Plus von einem Punkt. Zusammen kämen CDU und SPD damit jedoch nur auf 36 Prozent. Für eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus reicht dieser Wert nicht aus. Auch andere Zweierbündnisse wären nach den aktuellen Zahlen nicht mehrheitsfähig.
Zweitstärkste Kraft bleibt die Linkspartei mit 18 Prozent, trotz eines Verlusts von einem Punkt. Die AfD legt um einen Punkt zu und erreicht 17 Prozent. Die Grünen verharren bei 16 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht fällt weiter zurück und kommt auf drei Prozent, auch die FDP bleibt unter der Fünfprozenthürde. Rechnerisch möglich wären damit nur noch Dreierkoalitionen.
Sonntagsfrage zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin • Infratest dimap für den RBB: CDU 22 % | DIE LINKE 18 % | AfD 17 % | GRÜNE 16 % | SPD 14 % | BSW 3 % | Sonstige 10 %
➤ Verlauf: https://t.co/o9HgZ8N6Qa
🗓️ Nächste Abgeordnetenhauswahl: 20. September 2026 #aghw pic.twitter.com/szS8gbF2UA— Wahlrecht.de (@Wahlrecht_de) January 16, 2026
SPD, Linkspartei und Grüne in Berlin?
In Frage käme zum einen ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD unter Führung von Kai Wegner. Alternativ wäre eine Koalition aus Linkspartei, Grünen und SPD denkbar, angeführt von der Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp.
Infratest dimap weist darauf hin, daß sich die Veränderungen im Vergleich zur vorherigen Umfrage innerhalb der statistischen Schwankungsbreite von zwei bis drei Prozentpunkten bewegen. Das Berliner Abgeordnetenhaus wird am 22. September zeitgleich mit dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern neu gewählt. Grundlage der Erhebung ist eine repräsentative Befragung von Wahlberechtigten, die telefonisch und online durchgeführt wurde. (rr)






