HAMBURG. Nach einer Schlägerei im Hamburger Stadtteil Harburg hat die Polizei sieben Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit vorläufig festgenommen. Wie die Behörde gegenüber der JUNGEN FREIHEIT mitteilte, handelt es sich um fünf Russen, einen Georgier und einen Türken. Die am Freitagmorgen wieder freigelassenen Personen sind im Alter zwischen 17 und 29 Jahren.
Gegen 22.15 Uhr am Donnerstagabend wurden die Einsatzkräfte in die Wilstorfer Straße im Phoenix-Viertel gerufen. Zunächst trafen Beamte der Bundespolizei ein. Auf Nachfrage erklärte die Pressestelle, daß Landes- und Bundespolizei in Hamburg eng zusammenarbeiten. Die Wilstorfer Straße liegt nur wenige Minuten vom Harburger Bahnhof – für den die Bundespolizei zuständig ist – entfernt.
Polizist verletzt
Vor Ort trafen die letztlich zwei Dutzend Polizisten auf eine Menge aus rund 40 Personen, die mit Gürteln und Stühlen aufeinander losgegangen sein sollen. Viele flüchteten bei Ankunft der Beamten. Mindestens ein Zivilist wurde bei der Schlägerei verletzt.
Ebenso ein Bundespolizist, der beim Einschreiten mit einem Besenstiel an der Hand verletzt wurde, sagte ein Polizeisprecher der JF. Er habe möglicherweise gebrochene Finger und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein Vertreter der Bundespolizei äußerte gegenüber der JF, daß es dem Beamten „den Umständen entsprechend gut“ gehe. Allerdings werde er für vier bis sechs Wochen ausfallen.
Grund der Schlägerei noch unklar
Ob alle der 40 anwesenden Personen an die Schlägerei beteiligt waren, prüft die Polizei aktuell. Aus diesem Grund wurden die sieben vorläufig Festgenommenen aus der Haft entlassen. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.
Wie es zu der Schlägerei kam, ist unklar, hieß es vom Polizeisprecher. Die Bild-Zeitung spekuliert, daß Beziehungsprobleme der Auslöser für die Eskalation gewesen seien. (sv)