NEUBRANDENBURG. Die insolvente Bäckerei-Kette „Lila Bäcker“ hat angekündigt, ein Drittel seiner rund 230 Filialen zu schließen. Demnach wird auch ein Drittel aller bisherigen Mitarbeiter – etwa 500 Personen – ihren Arbeitsplatz verlieren..
Zuvor waren Verhandlungen mit Investoren über eine Weiterführung der Kette ohne Erfolg geblieben. „Eine Gesamtlösung für den Lila Bäcker scheiterte an schwierigen Marktbedingungen durch gestiegene Energie- und Rohstoffpreise, unter denen auch andere Bäckereien leiden. Kunden müssen sparen und halten sich zurück“, sagte eine Unternehmenssprecherin.
Zahl der Insolvenzen steigt
In Zukunft werden lediglich 160 „Lila Bäcker“ weiterhin betrieben werden. Nur so bestehe eine „realistische Option“, die restlichen 1.100 Arbeitsplätze weiter zu erhalten, sagte der Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff.
Zuletzt war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland drastisch gestiegen. Die Wirtschaftsauskunft Creditreform vermutet, daß im Jahr 2023 bis zu 18.000 Unternehmen Insolvenz anmelden werden. Das entspricht einer Pleite-Zunahme von 23,5 gegenüber dem Vorjahr. (lb)



![[M] Ein gelbes Schild mit leichtem Riss und der Aufschrift: "Deutsche Wirtschaft" an einer Wand mit aufgeplatzter Farbe und einem grossen Riss sowie einem Portrait von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Schmollmund als Scherenschnitt. Foto mit Composing als Symbolbild fuer die anhaltend schwaechelnde Wirtschaft in Deutschland und die grosse Aufgabe, diese wieder durch angepasste Rahmenbedingungen zum Laufen zu bringen. Hat Friedrich Merz zu viel versprochen? Wenn die wertschöpfung zusammenbricht](https://assets.jungefreiheit.de/2026/03/558470510.jpg)

