PRETORIA/BERLIN. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) muß sich nach ihrer Südafrika-Reise Hohn und Spott in den sozialen Netzwerken gefallen lassen. In ihrer am Dienstag auf Englisch gehaltenen Rede sind ihr zwei Patzer unterlaufen, die zu Mißverständlichkeiten führten.
Unter anderem wollte sie offenbar sagen, Deutschland unterstütze die Afrikanische Union in ihrem „Bestreben“, der G20 beizutreten. „Bestreben“ heißt „bid“. Doch sie sprach das Wort als „bitch“ aus – und das heißt „Schlampe“.
Die Grünen-Politikerin, die gern damit kokettiert, in London etwas mit Völkerrecht studiert zu haben, patzte noch ein zweites Mal. Als sie sagen wollte, Südafrikas Weg in die Freiheit sei ein „Leuchtfeuer der Hoffnung“ gewesen, sprach sie vom „Speck der Hoffnung“. Denn sie konnte beim Ablesen der Rede die Worte „Bacon“ (Speck) und „Beacon“ (Leuchtfeuer) nicht auseinanderhalten.
Studium in London, hört man sofort. #BaconOfHope pic.twitter.com/cbQDZwe7pC
— Argo Nerd (@argonerd) June 29, 2023
Südafrikas Präsident will Baerbock nicht treffen
Mit ihrem schweren deutschen Akzent ist Baerbock bereits länger Ziel hämischer Attacken im Internet. Aber auch auf Deutsch unterlaufen ihr peinliche Aussetzer. Als sie zum „Kobalt“ in den Elektroautos befragt wurde, redete sie mehrfach von „Kobolden“. Später erklärte sie, sie habe die englische Aussprache gewählt.
Die Südafrika-Reise war aber vor allen von einer politischen Blamage ersten Ranges überschattet. Der Präsident des Landes, Cyril Ramaphosa, weigerte sich zunächst, Baerbock zu treffen. Sie sei ihm zu „unerfahren“, wie mehrere Medien berichteten.
Außerdem seien die Ansichten der deutschen Außenministerin, daß die Werte der westlichen Minderheit der Maßstab für die Mehrheit der Welt sein sollten, nicht mehr zeitgemäß. Um den kompletten diplomatischen Eklat zu vermeiden, empfing der südafrikanische Präsident Baerbock dann aber doch noch. (fh)