Schleswig-Holstein

Kieler Verkehrsgesellschaft wehrt sich gegen Deutsche Umwelthilfe

KIEL. Die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) widerspricht den Vorwürfen der Deutschen Umwelthilfe, die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt setze besonders klimaschädliche Busse im öffentlichen Nahverkehr ein. Die KVG unternehme „große Anstrengungen, einen klimafreundlichen ÖPNV in Kiel anzubieten“, sagte die Unternehmenssprecherin Andrea Kobarg den Kieler Nachrichten.

Sie erinnerte daran, daß durch ein bereits laufendes Umrüstprogramm „und die Entwicklungsabsicht hin zu elektrotechnisch betriebenen Fahrzeugen bis 2022“ die KVG „die sauberste ÖPNV-Flotte in ganz Deutschland“ betreibe. Auch darüber hinaus würden große Anstrengungen für einen klimafreundlichen Nahverkehr unternommen.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) wies die Vorwürfe der Umwelthilfe ebenfalls zurück. Die Kritik sei „gewohnt polemisch, meinungsstark und faktenschwach“. Der Sozialdemokrat betonte: „Wir investieren 100 Millionen Euro in Hybrid- und Elektrobusse und einen modernen Betriebshof.“

Verkehrsclub Deutschland verlangt Dieselfahrverbote

Die Umwelthilfe war in den vergangenen Monaten wegen ihrer Klagepraxis und erhaltener Spenden wiederholt in die Kritik geraten. Politiker von CDU und AfD hatten verlangt, ihr die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Anfang Juli entschied der Bundesgerichtshof jedoch, daß sie weiter Klagen einreichen darf.

Unterdessen forderte der Verkehrsclub Deutschland einen neuen Luftreinhalteplan für die norddeutsche Stadt. So solle es zur Verbesserung der Luftqualität Dieselfahrverbote und Tempo-Limits auf vielbefahrenen Strecken Kiels geben. (ag)

Busse der Kieler Verkehrsgesellschaft (Archivbild) Foto: (c) dpa

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