Wider den politisch korrekten Zeitgeist

Die Ankündigung einer Klimakatastrophe durch vom Menschen freigesetztes (anthropogenes) Kohlendioxid (CO2) wurde von den Medien kritiklos übernommen – auch weil sich daraus wunderbare Schlagzeilen zimmern ließen. Doch kaum einer der Autoren machte sich die Mühe, den Wahrheitsgehalt der Behauptungen des Weltklimarates (IPCC/Intergovernmental Panel on Climate Change) nachzuprüfen. Unbedarften Journalisten und Politikern könnte man immerhin übertriebene Ehrfurcht gegenüber dem IPCC zugute halten, denn der Weltklimarat wurde vor fast zwei Jahrzehnten immerhin vom Uno-Umweltprogramm (Unep) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen.

Zunächst waren es nur vereinzelte Stimmen wie die des früheren ZDF-Wettermannes Wolfgang Thüne („Freispruch für CO2“, Edition Steinherz 2002), die im deutschen Sprachraum gegen die „Klimaexperten“ anschrieben, doch inzwischen mehren sich die Autoren, die gegen die in der Öffentlichkeit kaum hinterfragten IPCC-Klimatheorien energisch Stellung beziehen.

Einer von ihnen ist der Wissenschaftsjournalist Kurt G. Blüchel, langjähriger Herausgeber der Zeitschriften Draußen und Natur. 1979 veröffentlichte er mit Heinz Sielmann und Horst Stern den Erfolgsband „Naturwunder Deutschland“, 1992 zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald das alarmierende Buch „Tropischer Regenwald – der Garten Eden darf nicht sterben“. Kürzlich hat der Naturfreund Blüchel ein Buch mit dem provokanten Titel „Der Klimaschwindel“ herausgebracht. Er untersucht zunächst die Bedingungen nach Ende der letzten Eiszeit, unter denen die ersten Hochkulturen der Menschheit entstanden sind. Er kommt zu dem von vielen Naturwissenschaftlern bestätigten Schluß, daß diese Kulturen ohne den abrupten Klimawechsel nie entstanden wären.

„Das gigantischste Betrugswerk der Neuzeit“

In der rund 100.000 Jahre andauernden Eiszeit sank der CO2-Gehalt der Luft auf den beängstigend niedrigen Wert von 260 Teilen pro Million (ppm), um seither wieder anzusteigen. Ein langes Kapitel am Ende des Buches enthält die Wetterchronik des 20. Jahrhunderts. Gegen manche Jahre ist der verregnete Sommer 2007 ein laues Lüftchen. Blüchels Fazit lautet daher: Einen Klimawandel gab es immer und er hat zugleich auch immer die Kultur mit gewandelt. Im Kapitel „Porträt eines ‚Killers'“ erläutert er, warum nicht die Absenkung der CO2-Konzentration, sondern die Erhöhung (wie in Gewächshäusern praktiziert) dem Pflanzenwachstum nutzen würde.

Die beklagte Erderwärmung resultiere nicht aus dem anthropogenen CO2-Ausstoß, sondern sei Folge der Sonnenaktivität. Auch daß das Klima anhand von Computersimulationen vom IPCC vorhergesagt werde, hält er für nicht seriös. Für wirklich klimarelevant hält Blüchel das am Grunde der Ozeane gespeicherte Methan (CH4). Die Sprache des Buches ist oft drastisch und polemisch, aber es liefert dank der klaren Aussagen reichlich Argumente für Diskussionen mit IPCC-„Jüngern“.

Auch der Wirtschaftspublizist Hartmut Bachmann hat sich dem Kampf gegen die Meinungsdiktatur des IPCC verschrieben. Sein neues Buch „Die Lüge der Klimakatastrophe“ trägt den Untertitel „Das gigantischste Betrugswerk der Neuzeit. Manipulierte Angst als Mittel zur Macht“. Bachmann, der Aerodynamik und Meteorologie studierte, war viele Jahre in den USA Chef einer Firma, die sich mit Klimafragen beschäftigte. So war er berufsbedingt jahrelang Teilnehmer von Abspracherunden der „Großen von Wirtschaft und Politik“ zum Thema Klimaschutz. Er beschreibt, wie und wo die Beschlüsse gefaßt wurden, die aus der „Klimakatastrophe“ ein lohnendes Geschäft und Machtinstrument für Politiker machten.

Bachmann benennt die Wirtschaftszweige, denen das Geld für den Klimaschutz zugute kommen wird: Energieversorger, Kraftwerksbauer, Auto-, Elektro- und Bauindustrie, Metall- oder Pharmaindustrie – und alle, die vom Handel mit den neuen Emissionszertifikaten profitieren. Das Buch provoziert Politiker, Umweltschützer und Wirtschaft gleichermaßen – genauso wie sein zuvor erschienenes über „Die Reformverhinderer. Parteien- und Beamtendiktatur in Deutschland“.

Kurt G. Blüchel: Der Klimaschwindel. Erderwärmung Treibhauseffekt Klimawandel – Die Fakten, C. Bertelsmann Verlag, München 2007, broschiert, 336 Seiten, 14,95 Euro

Hartmut Bachmann: Die Lüge der Klimakatastrophe. Das gigantischste Betrugswerk der Neuzeit, Frieling Verlag, Berlin 2007, broschiert, 256 Seiten, 17,80 Euro

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