Regulierung

Bundesregierung befristet 7.900 Arbeitsverträge grundlos

BERLIN. Die Bundesregierung hat 7.877 der auf Zeit abgeschlossenen Arbeitsverträge sachgrundlos befristet. Dies betreffe über die Hälfte der befristeten Mitarbeiter, berichtet am Montag die Rheinische Post unter Berufung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Otto Fricke (FDP).

„Eine Bundesregierung, die die sachgrundlose Befristung vernünftigerweise in großem Maße nutzt, sollte aufhören, der Privatwirtschaft Regeln aufzuerlegen, die sie längst selbst hätte freiwillig einhalten können“, sagte Fricke.

Bundesregierung will Quote für die Privatwirtschaft

In allen größeren Betrieben sollen laut dem Koalitionsvertrag von Union und SPD künftig nur 2,5 Prozent der Mitarbeiter grundlos befristet beschäftigt werden dürfen.

Das Bundesinnenministerium hatte Ende Januar dieses Jahres die Verträge von 4.541 der 5.595 Mitarbeitern sachgrundlos befristet. Das sind mit über 80 Prozent deutlich mehr, als die Quote die von Betrieben mit mehr als 75 Mitarbeitern gefordert werden soll. (mp)

Personen vor dem Reichsstagsgebäude Foto: Pixabay

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