U-Boot
Prototyp des französischen Schiffbauers DCNS für die australische Navy Foto: picture alliance/dpa

Kein Rüstungsauftrag
 

Thyssen Krupp entgeht milliardenschwerer U-Boot-Deal

ESSEN/SYDNEY. Thyssen Krupp ist ein Großauftrag der australischen Regierung in Milliardenhöhe entgangen. Das Essener Rüstungsunternehmen hatte sich um den Zuschlag zum Bau von zwölf U-Booten beworben, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Der australische Industrieauftrag hätte einer der größten in der deutschen Wirtschaftsgeschichte sein können. Der rund 50 Milliarden Dollar schwere Auftrag zum Bau neuer U-Boote ging stattdessen an den französischen Staatskonzern DCNS.

Marine-Programm der Australier kostet 100 Milliarden Dollar

Trotz politischer Schützenhilfe, auch durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), geht Thyssen Krupp komplett leer aus. Das insgesamt 100 Milliarden Dollar teure Marine-Programm der Australier umfaßt neben der geplanten U-Boot-Flotte auch den Bau von Zerstörern und Patrouillenbooten.

Für den Konzern Thyssen Krupp und seinen Partner Siemens wäre der Zuschlag der Durchbruch im asiatisch-pazifischen Rüstungsgeschäft gewesen: Deutsche Diplomaten hatten versprochen, im südaustralischen Adelaide eine große Werft zu bauen und auch die Marinewerft im westaustralischen Perth einzubinden. Zuletzt warb der Essener Konzern damit, die U-Boote vollständig in Australien bauen zu wollen. Auch ein japanisches Unternehmen hatte im Bietergefecht das Nachsehen. (mv)

Prototyp des französischen Schiffbauers DCNS für die australische Navy Foto: picture alliance/dpa
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