Schweißer (Symbolbild)
Schweißer (Symbolbild): Linkspartei gegen Exportüberschüsse Foto: picture alliance/Bildagentur-online

Wirtschaftspolitik
 

Linkspartei empört über deutschen Exportrekord

BERLIN. Die Linkspartei hat den deutschen Exportüberschuß im vergangenen Jahr scharf kritisiert. „Der Außenhandelsüberschuß Deutschlands ist nichts anderes als die Verschuldung der anderen bei Deutschland“, empörte sich der wirtschaftspolitische Sprecher der Linkspartei im Bundestag, Michael Schlecht.

Die Exporterfolge seien „nicht nachhaltig, sondern eine Gefahr für die Stabilität der Wirtschaft und damit letztlich eine Gefahr für die Beschäftigten auch hierzulande“, warnte Schlecht. Nun benötige es eine neue Wirtschaftspolitik, die „weg von Rekordüberschüssen hin zu einer massiven Stärkung der Binnennachfrage“ gehe. „Dafür brauchen wir vor allem massiv steigende Löhne und mehr öffentliche Investitionen.“

Exporte im Wert von 1,2 Billionen Euro

Laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden erreichte der Außenhandelsüberschuß der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr den Rekordwert von 246,8 Milliarden Euro. „Damit wurde der bisherige Höchstwert von 213,6 Milliarden Euro aus dem Vorjahr deutlich übertroffen. Im Jahr 2013 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 197,6 Milliarden Euro betragen“, teilten die Statistiker mit.

Insgesamt wurden Waren im Wert von rund 1,2 Billionen Euro exportiert. Der Wert der Importe lag bei 948 Milliarden Euro. Hauptabnehmer waren die EU-Staaten mit 693,9 Milliarden Euro. In der Vergangenheit hatten die deutschen Exporterfolge weltweit für Kritik gesorgt. Der Internationale Währungsfonds (IWF), die USA und die EU hatten davor gewarnt, die Überschüsse stellten eine Bedrohung für die Weltwirtschaft dar. (ho)

Schweißer (Symbolbild): Linkspartei gegen Exportüberschüsse Foto: picture alliance/Bildagentur-online
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