Asylsuchende in München
Asylsuchende in München (2015) Foto: piture alliance/dpa

Arbeitsmarkt
 

Ifo-Institut: Asylsuchende sind schlecht qualifiziert

BERLIN. Die meisten Asylsuchenden sind nach Angaben des Münchener Ifo-Instituts kaum für den deutschen Arbeitsmarkt geeignet. „Die Qualifikationsstruktur der Einwanderer aus den Krisenstaaten Syrien, Irak, Nigeria und Afghanistan ist wahrscheinlich schlecht. Nach Daten der Weltbank liegt selbst unter den 14- bis 24jährigen der Anteil der Analphabeten in diesen Ländern bei vier, 18, 34 und 53 Prozent“, teilte das Forschungsinstitut mit.

Selbst in Syrien hätten lediglich sechs Prozent einen Hochschulabschluß. Dabei müsse beachtet werden, daß die „Gleichwertigkeit der Diplome“ im Vergleich zu Abschlüssen in Deutschland in vielen Fällen nicht gegeben sei. „Flüchtlinge sind zwar eher männlich und jünger als die Durchschnittsbevölkerung, dennoch ist klar: Sie sind schlecht für den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet.“

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Zudem rechnet das Ifo-Institut mit steigenden Kosten durch die steigende Zahl der Asylsuchenden. Sollte sich die Prognose von 800.000 Asylbewerbern in diesem Jahr bestätigen, müsse mit Mehrausgaben in Höhe von mindestens zehn Milliarden Euro gerechnet werden. „Diese Zahl berücksichtigt keinen Familiennachzug und keine Bildungsmaßnahmen und ist daher eine Untergrenze.“

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Die Ökonomen sprachen sich zudem deutlich gegen eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze aus. Dies senke die Motivation für Einwanderer, eine Arbeit aufzunehmen und selbst für den Lebensunterhalt zu sorgen. Auch der gesetzliche Mindestlohn müsse abgesenkt werden, damit Flüchtlinge überhaupt erst eine Chance bekämen, Arbeit zu finden.

Unterdessen zeigte sich SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sicher, daß die heutigen Asylsuchenden Deutschland finanziell bereicherten. „Viele Flüchtlinge werden eines Tages die Rente für die heutige Erwerbsgeneration bezahlen“, sagte der Welt. „Die Aufgabe, eine Million Flüchtlinge zu integrieren, ist eine große Chance für unser Land und die alternde Gesellschaft.“ (fl/ho)

Asylsuchende in München (2015) Foto: piture alliance/dpa
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