Stromzähler
Stromzähler: Keine Atempause für deutsche Verbraucher Foto: picture alliance/dpa

Erneuerbare Energien
 

Stromkosten für Privathaushalte deutlich gestiegen

WIESBADEN. Die Stromkosten für Privathaushalte in Deutschland sind seit 2008 durchschnittlich um 36 Prozent gestiegen. Für kleine Gewerbebetriebe verteuerte sich der Strom sogar um 38 Prozent, gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt. Dabei sind mit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise vor fünf Jahren die Großhandelspreise für Strom eigentlich gesunken.

Betrachtet man die Preisentwicklung der letzten vierzehn Jahre, so müssen deutsche Privatkunden heute nahezu doppelt soviel für ihren Strom zahlen als im Jahr 2000. Für kleine Gewerbebetriebe stiegen die Kosten um 80 Prozent, für industrielle Großabnehmer um drei Viertel. Geringfügig gesunken sind dagegen die Kosten für Weiterverteiler wie Stadtwerke oder Versorgungsunternehmen, seit 2008 sogar um 46 Prozent.

Als Grund für die Preisentwicklung für Privatkunden entgegen dem Welttrend gibt das Bundesamt „die gestiegenen staatlichen Belastungen“ wie Stromsteuer und die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz an. Zwar seien auch Großkunden davon betroffen, doch hätten diese besser von den gesunkenen Großhandelspreisen profitieren können. Für sie stiegen die Kosten seit 2008 lediglich um fünf Prozent. (FA)

Stromzähler: Keine Atempause für deutsche Verbraucher Foto: picture alliance/dpa
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