Antibabypille schlecht für die Umwelt

Die Antibabypille ermöglichte die „sexuelle Befreiung“. Was da „befreit“ wurde, waren die Triebe, nicht die Liebe. Im Gegenteil, Liebe heißt, sich mit allen erdenklichen Konsequenzen auf einen anderen Menschen einzulassen und nicht bloß Spaß zu haben. Oberflächlichen Spaß und Unaufrichtigkeit in einem so sensiblen Bereich wie der Sexualität zur Normalität zu erklären, konnte kein isoliertes Phänomen bleiben, sondern mußte zur Spaßgesellschaft führen. Doch die Pille hat auch Risiken und Nebenwirkungen für die Umwelt. Sogar Flüsse mit viel Abwasser sind mit künstlichen, schwer abbaubaren hormonaktiven Substanzen unter anderem aus der Antibabypille durch Ausscheidungen belastet. In Experimenten wurde nachgewiesen, daß die genannten Substanzen in winzigen Mengen etwa bei Kaulquappen die Sexualentwicklung belasten; in Langzeitstudien wurde eine reduzierte Fischvermehrung deutlich. Über die Flüsse soll entsprechend belastetes Wasser auch ins Grundwasser gelangen. Nicht abwegig daher, wenn Pedro José Mario Simon Castellvi, Präsident des Internationalen Verbands der katholischen Medizinervereinigungen, in der Vatikan-Zeitung Osservatore Romano im Januar erklärt, die durch Ausscheidungen von Frauen in Umlauf gebrachten künstlichen Hormone seien „ein entscheidender Grund für die abnehmende Spermienzahl bei Männern“. Die auf Temperaturmessung und Beobachtung beruhende natürliche Familienplanung gilt hingegen einer unter 900 Teilnehmerinnen durchgeführten und im Fachjournal Human Reproduction 2007 veröffentlichten Studie zufolge als so sicher wie die Pille – und ist vor allen Dingen frei von chemischen Nebenwirkungen. Das sollte mehr Zukunft haben.

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