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Mit Pilzen gegen Malariamücken

Die von der Anophelesmücke (Anopheles gambiae) übertragene Malaria ist nicht nur ein Thema für Fernreisende. Mit der Klimaveränderung wird die Krankheit auch in den gemäßigten Breiten Europas wieder aktuell. Nach Rumänien beispielsweise sollte man im Sommer nicht mehr ohne Schutzimpfung fahren. Selbst im Umfeld deutscher Flughäfen soll es schon Einzelfälle gegeben haben. Die Malaria ist neuerdings auch deshalb so problematisch, weil der Überträger inzwischen praktisch gegen alle Insektizide resistent ist. Der umfangreiche Einsatz der Giftspritze hat die Biester unverwundbar mutieren lassen. Selbst über die Atombombe unter den Insektiziden, das inzwischen verbotene DDT, schmunzelt die Anophelesmücke nur noch. Damit wollten sich britische und niederländische Forscher nicht zufriedengeben und suchten nach einer neuen Waffe, wie das Fachblatt Science (Nr. 308) unlängst berichtete. Gefunden haben sie einen Pilz. Die Wissenschaftler haben ein ölhaltiges Spray entwickelt, das einen Beauveria bassiana-Extrakt enthält. Sie behandelten damit entweder die Mücken direkt oder besprühten Moskitonetze, in denen die Mücken gefangen waren. In beiden Fällen starben 90 Prozent der Insekten innerhalb von zwei Wochen. Dies entspricht der Zeit, die der Malariaparasit braucht, um infektiös für andere Menschen zu werden. Für uns ist der Pilz nach heutigen Erkenntnissen ungefährlich, da der menschliche Körper zu warm für ihn ist. Allem Anschein nach hat man damit eine wirksame und verträgliche Methode gefunden, um die eine Million Opfer, die Malaria jährlich weltweit fordert, zukünftig zu verringern. Fragt sich nur, wann der Parasit wieder dazugelernt hat.

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