POTSDAM. Im zu Ende gegangenen Jahr hat die Bundespolizei an allen deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen 62.526 illegale Einreisen festgestellt, wie sie in Potsdam mitteilte. Im Vergleich zu 2024 sank die Zahl damit um 21.046. Im Vorjahr waren es 83.572 gewesen.
Den größten Rückgang hatte es aber bereits zuvor, noch unter der Ampel-Regierung, gegeben. Von 2023 auf 2024 war die Zahl von 127.549 um 43.977 gefallen. Die damalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte Mitte September 2024 an allen deutschen Landesgrenzen wieder Grenzkontrollen eingeführt. Allerdings spielten die bei dem Rückgang nur eine untergeordnete Rolle. Entscheidend war, daß die Migrationsbewegung insgesamt deutlich abnahm.
Ihr Nachfolger Alexander Dobrindt (CSU) hatten die Kontrollen mit seinem Amtsantritt ab 8. Mai verschärft. Seitdem zählte die Bundespolizei 33.338 unerlaubte Einreisen. 242 sogenannte „vulnerable“ Menschen, darunter Kranke, Schwangere und Minderjährige, wurden trotz des illegalen Grenzübertritts aufgenommen und hätten ein Asylgesuch geäußert, hieß es.
Bundespolizei weist 46.426 Migranten zurück
Seit der Einführung der Grenzkontrollen vor 15 Monaten registrierte die Bundespolizei 67.918 unerlaubte Einreisen. Davon wurden 46.426 Menschen unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Wegen einer Wiedereinreisesperre hinderten die Beamten 2.513 Migranten am Grenzübertritt. Außerdem nahmen die Beamten nach eigenen Angaben 1.945 Schleuser fest.

Von Januar bis November 2025 kamen dennoch mehr als 100.000 Asylbewerber nach Deutschland. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) registrierte für diesem Zeitraum 157.436 Asylanträge. Davon waren 106.298 Erst- und 51.138 Folgeanträge. Zahlen für Dezember liegen noch nicht vor. Im Rahmen des Familiennachzuges kamen 2025 weitere rund 100.000 Migranten nach Deutschland. (fh)





