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Unerwarteter Geldsegen: AfD erhält Millionenerbe von unbekannter Rentnerin

Unerwarteter Geldsegen: AfD erhält Millionenerbe von unbekannter Rentnerin

Unerwarteter Geldsegen: AfD erhält Millionenerbe von unbekannter Rentnerin

Umfrage. Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla bejubeln die Wahlergebnisse. In den östlichen Ländern war der Triumph besonders groß.
Umfrage. Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla bejubeln die Wahlergebnisse. In den östlichen Ländern war der Triumph besonders groß.
Die AfD-Spitze hat Grund zum Jubeln. Alice Weidel und Tino Chrupalla. Foto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
Unerwarteter Geldsegen
 

AfD erhält Millionenerbe von unbekannter Rentnerin

Eine Rentnerin vermacht der AfD über eine Million Euro – doch in der Partei kennt man die Verstorbene nicht. Insgesamt steigt das Parteivermögen auf mehr als 40 Millionen Euro.
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BERLIN. Die AfD in Sachsen hat eine Erbschaft in Millionenhöhe erhalten. Wie aus dem aktuellen Rechenschaftsbericht der Partei hervorgeht, vermachte eine 2024 verstorbene Rentnerin aus Augsburg dem Landesverband 1.082.569,33 Euro. Nach Angaben der Partei war die Verstorbene jedoch nicht bekannt.

Weder der Landesverband Sachsen noch der ebenfalls bedachte Kreisverband Görlitz können sich eigenen Aussagen zufolge an persönlichen Kontakt oder eine aktive Mitarbeit der Frau erinnern.

Das Geld soll beiden Gliederungen zufließen. Hinweise auf Unregelmäßigkeiten gibt es bislang nicht, Erbschaften müssen im Rechenschaftsbericht ordnungsgemäß ausgewiesen werden. Neben dem Millionenerbe aus Augsburg erhielt die AfD 2024 auch ein Vermächtnis aus Ungarn. Ein Mann mit letzter Anschrift im westungarischen Kurort Hévíz, wenige Kilometer vom Nordwestufer des Balaton entfernt, setzte den AfD-Bundesverband als „alleinigen Erben“ seines Vermögens ein. Der im Testament bezifferte Wert des Nachlasses beträgt 700.000 Euro.

AfD-Parteivermögen liegt bei 40 Millionen Euro

Nach Angaben von Bundesschatzmeister Carsten Hütter handele es sich um einen Deutschen, der in Ungarn verstorben sei. Das Erbschaftsverfahren läuft noch, ein Erbschein wurde beim zuständigen Nachlaßgericht beantragt. Weitere Nachlässe flossen dem Bundesverband von einem Taxiunternehmer aus München in Höhe von 432.000 Euro sowie von einem Unterstützer aus dem bayerischen St. Wolfgang über 571.202,14 Euro zu.

In den vergangenen Jahren erhielt die AfD wiederholt hohe Vermächtnisse (die JF berichtete). So vermachte die Berliner Multimillionärin Helga Schwab im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 5,96 Millionen Euro. Anders als im aktuellen Fall war sie der Partei nicht unbekannt: Bereits 2021 hatte sie 21.000 Euro gespendet, was im Parteispendenregister veröffentlicht werden mußte. Zudem erbte die AfD zwei Mehrfamilienhäuser in Berlin mit einem angegebenen Wert von 2,0 beziehungsweise 2,15 Millionen Euro. Insgesamt überschritt das Parteivermögen der AfD inzwischen die Marke von 40 Millionen Euro. (rr)

Die AfD-Spitze hat Grund zum Jubeln. Alice Weidel und Tino Chrupalla. Foto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
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