MAINZ. Auf Bahnhöfen und in Zügen in Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2024 insgesamt 12.426 Straftaten registriert. In etwa der Hälfte der Fälle, bei denen ein Tatverdächtiger bekannt wurde, handelte es sich um einen Täter ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des rheinland-pfälzischen AfD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Münzenmaier hervor.
Konkret wurden demnach 7.753 Tatverdächtige bekannt. Von ihnen hätten 3.825 die deutsche Staatsangehörigkeit gehabt. 3.928 hätten nicht über die deutsche Staatsangehörigkeit verfügt. Das entspricht einem Verhältnis von 49,3 zu 50,7 Prozent.
Täter kommen aus dem islamischen Kulturkreis und Osteuropa
Münzenmaier fragte auch nach den zehn häufigsten Staatsangehörigkeiten der nichtdeutschen Täter. „Die zehn häufigsten Staatsangehörigkeiten der Tatverdächtigen sind ägyptisch, afghanisch, algerisch, marokkanisch, polnisch, rumänisch, somalisch, syrisch, türkisch und ukrainisch“, teilte die Bundesregierung mit.
„Die Kriminalität an Bahnhöfen und in Zügen in Rheinland-Pfalz hat ein schockierendes und zugleich inakzeptables Ausmaß erreicht“, kritisierte Münzenmaier gegenüber der JUNGEN FREIHEIT. Die Bahn sei zu einem Hotspot migrantischer Kriminalität geworden. Durch eine „radikale Wende“ in der Migrationspolitik und konsequente Abschiebungen könnten auch Bahnhöfe und Züge wieder angstfreier genutzt werden, sagte Münzenmaier.
Körperverletzungen an Bahnhöfen nehmen deutschlandweit zu
Zu beachten ist, daß in der Statistik, die der Antwort zugrundeliegt, nur eine Staatsangehörigkeit erfaßt wird. Wenn der Tatverdächtige neben der deutschen Staatsbürgerschaft noch eine ausländische Staatsbürgerschaft besitze, werde das nicht abgebildet und müßte zeitaufwendig nachrecherchiert werden, führt die Bundesregierung aus.
Anfang Januar hatte die Bundespolizei Zahlen vorgelegt, die zeigten, daß deutsche Bahnhöfe 2024 unsicherer geworden sind. Demnach stieg die Zahl der Körperverletzungen dort auf rund 10.600 Fälle allein zwischen Januar und Oktober, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Im Gesamtjahr 2023 waren 10.115 Fälle registriert worden. (ser)