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„Scheiß Woke-Diskussion, scheiß Gendern“: Frankfurter SPD-Mann rudert nach Wutrede zurück

„Scheiß Woke-Diskussion, scheiß Gendern“: Frankfurter SPD-Mann rudert nach Wutrede zurück

„Scheiß Woke-Diskussion, scheiß Gendern“: Frankfurter SPD-Mann rudert nach Wutrede zurück

Feuerwehrleute löschen in der Silvesternacht brennende Autos in Berlin. Die Angriffe auf Rettungskräfte empören einen Frankfurter SPD-Politiker.
Feuerwehrleute löschen in der Silvesternacht brennende Autos in Berlin. Die Angriffe auf Rettungskräfte empören einen Frankfurter SPD-Politiker.
Dem SPD-Politiker Thomas Bäppler-Wolf platz angesichts der Silvester-Krawalle der Kragen – dann rudert er zurück Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Michael Kuenne
„Scheiß Woke-Diskussion, scheiß Gendern“
 

Frankfurter SPD-Mann rudert nach Wutrede zurück

Ausländische Straftäter abschieben, „scheiß Gendern“ – und das von einem SPD-Mann aus Frankfurt. Die Wut auf die eigene Partei ist groß. Mit ein paar Tagen Abstand fürchtet der Lokalpolitiker sich dann doch vor seinem eigenen Mut und rudert zurück.
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Hoppla, da war der Frankfurter SPD-Stadtverordnete Thomas Bäppler-Wolf dann doch über seine Courage erschrocken. Dem Hessen war nämlich anläßlich der Silvester-Ausschreitungen und den zahlreichen Angriffen auf Rettungskräften der Kragen geplatzt. In einem Instagram-Video machte er seiner Wut darüber Luft und berichtete von einem Freund, der als Feuerwehrmann während des Jahreswechsels in Berlin angegriffen und so schwer verletzt worden sei, daß er im Krankenhaus liege.

Einmal in Rage nahm Bäppler-Wolf kein Blatt vor den Mund und äußerte sich auch zu den Tätern mit Migrationshintergrund. „Man muß sich nur die Videos anschauen. Das sind zu 90 Prozent keine hochdeutsch sprechenden, gebildeten Menschen aus Nordrhein-Westfalen.“ Diese Randalierer diskreditierten die friedlich in Deutschland lebenden Migranten.

Weiter forderte der Lokalpolitiker, die Straftäter der Silvesternacht einzusperren und anschließend in ihre Herkunftsländer abzuschieben. „Randalieren sollen sie zu Hause, aber nicht mehr bei uns“, betonte der Sozialdemokrat. Die Gewalttäter seien für ihn „weit vor den Affen, ohne Gehirn“.

SPD-Mann gerät unter Druck

Anschließend holte der Frankfurter, der als Travestiekünstler ein Theater in der Mainmetropole gründete, zum Rundumschlag aus. „Wir haben alle die Schnauze voll von eurer scheiß Cancel-Culture, Woke-Diskussion, von eurem scheiß Gendern und eurer blöden Political Corretness. Jetzt greift endlich mal durch“, richtete er seinen Appell an die Politik.

Doch schon kurz nach diesem Wutausbruch löschte Bäppler-Wolf das Video wieder. Der Frankfurter Ableger der Satire-Partei„Die Partei“ sicherte es jedoch zuvor und verbreitete es weiter. Und so sah sich der SPD-Stadtverordnete zu einer erwartbaren Reaktion genötigt.

Auf Instagram legte er sich mächtig in die Riemen und ruderte aus Leibeskräften zurück. Er habe das Video entfernt, „weil ich mich weigere, mir von den falschen Typen Applaus aufdrängen zu lassen. Ich verbitte mir, mit Rechtspopulisten in einem Atemzug genannt zu werden und von denen will ich keinerlei Zustimmung“. Bäppler-Wolf versicherte: „Ich bin und bleibe Sozi.“

Grüne sprechen von Rassismus

Um zu zeigen, daß er nach seinem Ausbruch aus den vorgegebenen politischen Diskursen wieder brav ist, liebäugelte er ebenfalls mit einem Böllerverbot. „Bitte überlegt doch alle mal, ob das mit den Böllern und Raketen am 31. Dezember wirklich sein muß.“

Ob Bäppler-Wolf damit sein Wut-Video verziehen wird? Schon scharrten Frankfurts Grüne und auch eigene Parteifreunde mit den Hufen und sprachen gegenüber der Frankfurter Rundschau von Rassismus.

Dem SPD-Politiker Thomas Bäppler-Wolf platz angesichts der Silvester-Krawalle der Kragen – dann rudert er zurück Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Michael Kuenne
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