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Schwefelhexafluorid: Windräder stoßen hochgefährlichen Klimakiller aus

Schwefelhexafluorid: Windräder stoßen hochgefährlichen Klimakiller aus

Schwefelhexafluorid: Windräder stoßen hochgefährlichen Klimakiller aus

"Klimaschutz" mit Treibhausgas: Windräder stoßen SF6 aus. Deutschland ist der Hauptverursacher.
"Klimaschutz" mit Treibhausgas: Windräder stoßen SF6 aus. Deutschland ist der Hauptverursacher.
„Klimaschutz“ mit Treibhausgas: Windparks stoßen SF6 aus. Deutschland ist der Hauptverursacher. Foto: picture alliance/dpa
Schwefelhexafluorid
 

Windräder stoßen hochgefährlichen Klimakiller aus

BREITENWORBIS. In der Luft über Deutschland befindet sich deutlich mehr hochgefährliches Schwefelhexafluorid (SF6) als an anderen Orten. Denn es entweicht aus den Windkraftanlagen, die nirgendwo so zahlreich stehen wie hier. SF6 ist laut Weltklimarat IPCC das stärkste bekannte Treibhausgas der Welt. Es wirkt 26.087 Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. Während der Klimakiller aus vielen industriellen Anwendungen verschwunden sei, bestehen die Windrad-Hersteller laut Wissenschaftsmagazin Trends der Zukunft darauf, es weiterhin zu verwenden.

Der IPCC gibt an, es dauere 3200 Jahre, bis sich das Gas in der Atmosphäre zersetze und so seine Wirkung verliere. Schwefelhexafluorid darf entsprechend einer freiwilligen Selbstverpflichtung nur verwendet werden, wenn es in geschlossene Systeme eingebracht und danach wiederverwertet bzw. neutralisiert wird. Offenbar geschieht das nicht immer.

50 Prozent mehr Emissionen als angegeben

Gegen die Pflicht, sämtliche SF6-Mengen zu erfassen und zu melden, wird in Deutschland augenscheinlich massenhaft verstoßen. Denn laut dem Magazin melden Wissenschaftler verschiedener Behörden und Universitäten, in Europa befinde sich 50 Prozent mehr Schwefelhexafluorid in der Luft als die aktuellen Emissionsdaten suggerieren. Ursache: Es wird mehr emittiert als angegeben. Hauptluftverschmutzer mit SF6 sei Deutschland.

SF6 dient den Windkraftanlagen-Herstellern dazu, Schaltanlagen platzsparend zu isolieren. Inzwischen gibt es dafür auch Vakuumröhren, die jedoch kaum zum Einsatz kommen. Kontrollen, wieviel von dem Treibhausgas aus den Windrädern in die Atmosphäre entweicht, existieren nicht. Windparks sollen zur Erzeugung klimaneutraler Energie beitragen. Die EU will das Treibhausgas erst 2030 verbieten.

SF6 ist auch für den Menschen sehr gefährlich, da es die Ausatmung von Kohlenstoffdioxid behindert. Wer Schwefelhexafluorid einatmet, riskiert einen Atemstillstand bzw. eine Kohlendioxidnarkose. (fh)

„Klimaschutz“ mit Treibhausgas: Windparks stoßen SF6 aus. Deutschland ist der Hauptverursacher. Foto: picture alliance/dpa
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