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Innere Sicherheit: Kriminalstatistik: Mehr Kindesmißbrauch, weniger Gewalttaten

Innere Sicherheit: Kriminalstatistik: Mehr Kindesmißbrauch, weniger Gewalttaten

Innere Sicherheit: Kriminalstatistik: Mehr Kindesmißbrauch, weniger Gewalttaten

V.l.n.r: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, und Bundesinnenministerin Faeser (SPD) Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm
V.l.n.r: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, und Bundesinnenministerin Faeser (SPD) Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm
V.l.n.r: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, und Bundesinnenministerin Faeser (SPD) Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm
Innere Sicherheit
 

Kriminalstatistik: Mehr Kindesmißbrauch, weniger Gewalttaten

BERLIN. Die Zahl der erfaßten Straftaten ist im vergangenen Jahr um 4,9 Prozent gesunken. Wie aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht, gingen insbesondere einfache Körperverletzungen (-10 Prozent), Wohnungseinbrüche (-27,7 Prozent), Mord und Totschlag (-12 Prozent) sowie Straftaten gegen den Infektionsschutzgesetz (-82,7 Prozent) zurück.

Einen Anstieg registrierten die Ermittler beim Besitz und der Verbreitung, Besitz und Erstellung von Kinderpornographie (+ 108,8 Prozent), „Cybercrime“ (+12,1 Prozent), Bedrohung (+21,9 Prozent) sowie Angriffen auf Polizisten (+6,3 Prozent). Die Aufklärungsquote bei allen Straftaten lag bei 58,7 Prozent. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger stieg 2021 im Vergleich zu 2020 leicht von 33,7 auf 33,8 Prozent.

Faser: Wir sind ein sicheres Land

Bundesinnenministerin Nancy Faser (SPD) zeigte sich erfreut über den Straftaten-Rückgang. „Wir sind ein sehr sicheres Land und ein starker Rechtsstaat. Doch das entsetzliche Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Kinder ist für mich ein klarer Handlungsauftrag, hier mit aller Konsequenz vorzugehen.“ Kein Täter dürfe sich sicher fühlen.

Auch der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, zeigte sich optimistisch. „Starke Rückgänge insbesondere in der Gewalt- und Eigentumskriminalität sind positive Entwicklungen im Jahr 2021.“ Um das digitale Dunkelfeld besser aufzuklären, brauche es einen schnellen „digitalen Wandel“ der Polizeiarbeit.

Ausländeranteil gestiegen

Die JUNGE FREIHEIT dokumentiert die Entwicklung der wichtigsten Kriminalitätsfelder sowie den Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger:

Gewaltkriminalität insgesamt: 164.646 Fälle (-6,8 Prozent), mit einem Ausländeranteil an den Tatverdächtigen von 37,7 Prozent.

Sexueller Mißbrauch von Kindern: 15.507 Fälle (+6,3 Prozent), mit einem Ausländeranteil an den Tatverdächtigen von 16,6 Prozent.

Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornografischer Schriften: 39.171 Fälle (+108,8 Prozent), mit einem Ausländeranteil an den Tatverdächtigen von 23,5 Prozent.

Straftaten gegen die persönliche Freiheit (unter anderem Nötigung und Bedrohung): 223.838 Fälle (+ 10,6 Prozent), mit einem Ausländeranteil an den Tatverdächtigen von 27,2 Prozent.

Diebstahlkriminalität: 1.483.566 (-11,8 Prozent), mit einem Ausländeranteil an den Tatverdächtigen von 37,6 Prozent. (ho)

V.l.n.r: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, und Bundesinnenministerin Faeser (SPD) Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm
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