Anzeige
Anzeige

Groß Strömkendorf bei Wismar: Brand in Asylunterkunft hatte offenbar keinen politischen Hintergrund

Groß Strömkendorf bei Wismar: Brand in Asylunterkunft hatte offenbar keinen politischen Hintergrund

Groß Strömkendorf bei Wismar: Brand in Asylunterkunft hatte offenbar keinen politischen Hintergrund

Die Schweriner Oberstaatsanwältin Claudia Lange tritt einen Monat nach dem Brandt in einem Flüchtlingsheim bei Wismar vor die Presse
Die Schweriner Oberstaatsanwältin Claudia Lange tritt einen Monat nach dem Brandt in einem Flüchtlingsheim bei Wismar vor die Presse
Die Schweriner Oberstaatsanwältin Claudia Lange erläutert Pressevertretern, dass der Brand in einem Flüchtlingsheim nahe Wismar wohl doch nicht politisch motiviert war Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner
Groß Strömkendorf bei Wismar
 

Brand in Asylunterkunft hatte offenbar keinen politischen Hintergrund

SCHWERIN. Der Brand einer Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern vor einem Monat hatte offensichtlich keinen politischen Hintergrund. Die Polizei nahm am Dienstag einen Feuerwehrmann fest, der die Tat begangen haben soll. Eine politischen Motivation schließen die Ermittler aus und prüfen nun, ob der Mann auch mit mindestens 19 weiteren Bränden in der Umgebung in Verbindung steht.

In den frühen Morgenstunden des 19. Oktobers war es in einem von Ukrainern bewohnten Flüchtlingsheim in Groß Strömkendorf zu einem Feuer gekommen. Die 14 Bewohner konnten sich rechtzeitig vor den Flammen in Sicherheit bringen. Da nur wenige Tage zuvor Hakenkreuzschmierereien in der Nähe entdeckt wurden, wollten die Ermittler einen politischen Hintergrund der Tat vorerst nicht ausschließlichen.

SPD gab Merz eine Mitschuld

Der Fall hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt, nachdem die SPD-Vorsitzende Saskia Esken CDU-Chef Friedrich Merz eine Mitschuld an dem Brand gegeben hatte, da dieser vor „Sozialtourismus“ von Ukrainern in Deutschland gewarnt hatte. Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser reiste extra in den Ort, um sich ein Bild zu machen.

CDU und AfD forderten eine Entschuldigung von SPD-Chefin Esken. „Friedrich Merz in die Nähe von gewaltbereiten Rechtsextremisten zu rücken, war empörend“, sagte der Generalsekretär der Landes-CDU, Daniel Peters. Der Chef der AfD-Landtagsfraktion, Nikolaus Kramer, nannte es „widerlich“, wie sich SPD Politiker „zum Zwecke der Selbstdarstellung und für den vermeintlichen Kampf gegen Rechts effekthascherisch im Leid der ukrainischen Flüchtlinge gesuhlt haben“. (fw/ho)

Die Schweriner Oberstaatsanwältin Claudia Lange erläutert Pressevertretern, dass der Brand in einem Flüchtlingsheim nahe Wismar wohl doch nicht politisch motiviert war Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner
Anzeige
Anzeige
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Der nächste Beitrag