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VVN-BdA: Antifa-Organisation feiert Geburtstag

VVN-BdA: Antifa-Organisation feiert Geburtstag

VVN-BdA: Antifa-Organisation feiert Geburtstag

Demonstranten zeigen eine Fahne der VVN-BdA während einer Demonstration (Archivbild) Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner/Fabian Steffens
Demonstranten zeigen eine Fahne der VVN-BdA während einer Demonstration (Archivbild) Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner/Fabian Steffens
Demonstranten zeigen eine Fahne der VVN-BdA während einer Demonstration (Archivbild) Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner/Fabian Steffens
VVN-BdA
 

Antifa-Organisation feiert Geburtstag

Die kommunistisch beeinflußte „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Antifaschisten“ (VVN-BdA) hat am Wochenende ihr 75. Gründungsjubiläum gefeiert. Wie die Zeitung Neues Deutschland (ND) berichtete, trat bei dem Fest am Samstag in Frankfurt am Main auch die unter dem Künstlernamen „Lady Bitch Ray“ bekanntgewordene „Porno-Rapperin“ Reyhan Şahin auf. Sie war im Februar auch bei der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten mit einer „No AfD“-Tasche erschienen.

 Die VVN-BdA gilt dem bayerischen Verfassungsschutz als „bundesweit größte linksextremistisch beeinflußte Organisation im Bereich des Antifaschismus“. Auch mehrere andere Landesämter des Verfassungsschutzes beobachten den Verein, der enge Kontakte zur kommunistischen DKP unterhält.

Bundesweit kam die VVN-BdA in die Schlagzeilen, nachdem die JUNGE FREIHEIT im Februar aufdeckte, daß Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) vergangenes Jahr einen Gastbeitrag für das VVN-Magazin antifa verfaßt hatte. Union und AfD kritisierten die Innenministerin daraufhin scharf. Faeser lehnte eine Entschuldigung ab. „Die von der ‘Jungen Freiheit’, der AfD und anschließend der Bild-Zeitung und CDU-Abgeordneten erhobenen Vorwürfe sind durchschaubar. Ich habe immer klare Kante gegen Rechtsextremismus und alle Feinde der offenen Gesellschaft gezeigt – und werde das auch weiterhin tun“, twitterte die Ministerin damals. Später ruderte sie etwas zurück.

VVN-BdA kämpft mit Überalterung

Die VVN wurden 1947 von Gegnern und Verfolgten des NS-Regimes gegründet. Schon früh wurde aber der Einfluß des Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) dominant, so daß die CDU und die SPD ihre Mitglieder zurückzogen. Die SPD faßte 1948 einen Unvereinbarkeitsbeschluß, der mehr als sechzig Jahre galt. 1971 fusionierte die VVN mit dem Bund der Antifaschisten, der jüngere Linksradikale in seinen Reihen hatte. Großen Einfluß übte die neugegründete DKP aus. Über Jahrzehnte galt die VVN-BdA als Vorfeld- oder Tarnorganisation der DKP. Sie erhielt bis zum Zusammenbruch der DDR Millionenzuschüsse vom SED-Regime aus Ost-Berlin.

 Heute hat die Organisation nach eigenen Angaben 8.000 Mitglieder, die Mitgliedschaft ist aber stark überaltert. Angeblich hat sie neue Mitglieder gewonnen, nachdem das Berliner Finanzamt die Gemeinnützigkeit entzog, was nach einem Gerichtsstreit revidiert wurde.

Auch nach dem jüngsten Wirbel um das Faeser-Gastbeitrag im antifa-Mitgliedsblatt sollen neue Mitglieder gekommen sein. Abgeordnete der Linkspartei und einzelne Funktionäre der Jusos und der Grünen Jugend riefen zum Beitritt auf. Die Integration der neuen Mitglieder in die Aktivitäten des Vereins sei jedoch nicht so einfach, sagt die Pressereferentin Hannah Geiger dem ND.

Demonstranten zeigen eine Fahne der VVN-BdA während einer Demonstration (Archivbild) Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner/Fabian Steffens
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