Tatort Würzburg: Der Messerangreifer, der im Juni drei Frauen tötete, ist älter als zunächst angenommen (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Tatort Würzburg: Der Messerangreifer, der im Juni drei Frauen tötete, ist älter als zunächst angenommen (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

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Würzburger Messerangreifer ist älter als angenommen

WÜRZBURG. Der somalische Messerangreifer, der im Juni in der Würzburger Innenstadt drei Frauen tötete und weitere Personen zum Teil lebensgefährlich verletzte, ist älter als bislang angenommen. „Wir gehen aktuell von 32 Jahren aus“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit einen Bericht der Main Post. Zuvor waren die Behörden davon ausgegangen, daß der Afrikaner 24 Jahre alt sei.

Bei seiner Einreise 2015 habe der Asylbewerber als Geburtsjahr 1997 angegeben. Während einer ärztlichen Untersuchung nach seiner Verhaftung gab er demnach sein Geburtsjahr mit 1989 an. Die neuen Erkenntnisse änderten allerdings nichts an der Bewertung der Tat, betonte der Sprecher.

Messerangreifer ist psychisch auffällig

Zuvor sei der Fall vom Generalbundesanwalt überprüft worden, da der Verdacht bestanden habe, daß der Somalier bereits 2008/2009 für die Terrororganisation Al-Shabaab Zivilisten, Journalisten und Polizisten ermordet habe. Da sich der Verdacht nicht erhärtete und der Mann nach damaliger Einschätzung strafunmündig gewesen sei, wurden keine Ermittlungen eingeleitet. Auch angesichts der neuen Kenntnisse zum Alter des Afrikaners habe die Generalbundesanwaltschaft kein Verfahren begonnen.

Nach seiner Verhaftung sagte der Somalier, durch die Messerattacke habe er seinen Dschihad verwirklichen wollen. Bisherigen Ermittlungen deuteten jedoch nicht auf Verbindungen zu einer islamistischen Terrororganisation hin. Der Asylbewerber war zuvor bereits wegen psychischer Probleme aufgefallen. (ag)

Tatort Würzburg: Der Messerangreifer, der im Juni drei Frauen tötete, ist älter als zunächst angenommen (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
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