Superwahljahr
Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern gehen auf Distanz zu ihrem Landtagskandidaten Stephan Frey (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa | Stefan Sauer
Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern gehen auf Distanz zu ihrem Landtagskandidaten Stephan Frey (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa | Stefan Sauer

Mecklenburg-Vorpommern
 

Wehrmachtsoldaten im Wahlspot: Grüne gehen auf Distanz zu Landtagskandidat

SCHWERIN. Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich nach einem Wahlkampfvideo von ihrem Landtagskandidaten Stephan Frey distanziert. In dem Video, das mittlerweile aus dem Netz genommen wurde, waren unter anderem Wehrmachtssoldaten und der Slogan „Überlassen wir unsere Zukunft nicht Gestrigen und Klimaleugnern“ zu sehen gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.

Die Landesvorsitzenden Weike Bandlow und Ole Krüger kritisierten, daß Menschen, die dem wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel widersprechen, unreflektiert mit Nationalsozialisten gleichgesetzt würden. Das Video stehe in direktem Kontrast zur Art des politischen Dialogs der Grünen.

Laut Nordkurier zeigte sich Frey verärgert über die Kritik an seiner Person. Daher spiele er mit dem Gedanken, „den aktiven Wahlkampf einzustellen“. Zudem sei der Wahlspot nur für die parteiinterne Diskussion gedacht gewesen.

Grünen wollen Gespräch mit Kandidaten suchen

Gegenüber dem NDR gab Frey an, das Video sei gegen die AfD gerichtet. Er und seine Frau seien in der Vergangenheit bereits von Rechten angegriffen worden.

Der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion, Nikolaus Kramer, sagte, das Video sei absolut unmöglich. Er finde es außerdem „mehr als schwierig, den politischen Gegner mit der Zeit des Nationalsozialismus zusammenzubringen“.

Die Sprecherin des Seenplatte-Kreisverbandes der Grünen, Steffi Kühn, äußerte, das Vorgehen Freys sei nicht abgestimmt gewesen. Man werde darüber mit Frey reden müssen. (ag)

Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern gehen auf Distanz zu ihrem Landtagskandidaten Stephan Frey (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa | Stefan Sauer
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