Allee auf der Insel Rügen Foto: picture alliance / Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/ZB | Stefan Sauer
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Reduzierung des Autoverkehrs
 

Studie: Verkehrswende wäre Problem für Millionen Deutsche

FRANKFURT/MAIN. Eine Verkehrswende weg vom Auto würde Millionen Deutsche vor Probleme stellen. Das hat eine Studie im Auftrag der Bahn-Tochter ioki ergeben. „27 Millionen Deutschen, die in Metropolregionen und Großstädten leben, steht ein sehr guter öffentlicher Nahverkehr zur Verfügung. Für 55 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern, die im Umland und im ländlichen Raum wohnen, ist das Angebot deutlich geringer“, lautete das Resümee der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung.

Zwar könnten 93,5 Prozent der Deutschen die nächste Bus- oder Bahnhaltestelle in 400 bis 600 Metern erreichen. Allerdings würden weniger als zwei Drittel dieser Haltestelle wenigstens einmal stündlich in Hin- und Rückrichtung angefahren werden. Daher seien nach wie vor Millionen Deutsche täglich aufs Auto angewiesen.

Vor allem Grüne wollen Autoverkehr reduzieren

„Auch bei neuen Mobilitätsformen besteht ein Stadt-Land-Gefälle: Über 90 Prozent der On-Demand-Angebote, Leihräder und E-Scooter befinden sich in den Zentren der Großstädte. Nur fünf Prozent der Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern haben wenigstens ein On-Demand- oder Sharing-Angebot,“ hob die Untersuchung hervor. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn ioki entwickelt unter anderem Analysesoftware für den öffentlichen Nahverkehr.

Vor allem die Grünen hatten sich in der Vergangenheit für eine Abkehr vom Auto eingesetzt. „Der Automobilverkehr muss in den nächsten zehn Jahren endlich einen starken Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bisher sind dort die Emissionen immer weiter gestiegen, es braucht jetzt die Trendwende. Zum Erreichen der Klimaneutralität muß der Autoverkehr abnehmen und gleichzeitig emissionsfrei werden“, war im Programm der Partei vor der Bundestagswahl zu lesen. (fw)

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