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Rigaer Straße 94
Teilbesetztes Haus in der Rigaer Straße: Hier gedeiht der linke Extremismus Foto: picture alliance/ dpa

Attacken auf Polizei und Unternehmen
 

Rigaer 94: Leipziger Linksextremisten drohen nach Berlin zu kommen

LEIPZIG/BERLIN. Linksextreme in Leipzig haben am Wochenende die Berliner Behörden gewaltsam vor dem bevorstehenden Einsatz im Szenehaus Rigaer Straße 94 gewarnt. In der Nacht zu Sonnabend zündeten Unbekannte das Auto einer Leipziger Immobilienfirma an. Auf dem linksextremen Portal „Indymedia“ bekannte sich eine anonyme Gruppe mit „feurigen Grüßen aus Leipzig an die Rigaer 94“ zu der Tat.

„Das war unsere letzte Warnung an den Berliner Senat und seine behelmten Schergen, zwingt uns nicht, nach Berlin kommen zu müssen. Dabei werdet ihr nur verlieren“, hieß es in dem Bekennerschreiben weiter. „Wenn ihr die Rigaer anrührt, brennt die Stadt!“ In der Nacht zu Sonntag zündeten Unbekannte zudem mehrere Mülltonnen in Leipzig-Connewitz an.

„Als verständigte Polizeibeamte am Ort eintrafen, wurde deren Streifenwagen von einer Gruppe, bestehend aus etwa 30 bis 40 Personen, mit Flaschen beworfen“, teilte die Leipziger Polizei mit. In beiden Fällen werde die Übernahme der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt geprüft, da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne. Connewitz gilt als Hotspot der linksextremen Szene in Sachsen.

Brandschutz-Sachverständiger darf Haus betreten: Großeinsatz erwartet

Zuletzt waren auf „Indymedia“ und anderen Internetseiten Beiträge erschienen, in denen zur „Verteidigung“ des Szenetreffs in dem teilbesetzten Haus in der Rigaer Straße im Stadtteil Friedrichshain aufgerufen wird. Bei den Besetzern herrscht deshalb so große Aufregung, weil das Verwaltungsgericht Berlin vor rund zehn Tagen entgegen dem Willen von Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik und Innensenator Andreas Geisel (SPD) entschieden hatte, daß die Polizei einen Brandschutz-Sachverständigen beim Betreten des Hauses schützen muß. Dies soll nach Angaben des Eigentümer-Anwalts bis spätestens Mitte März erfolgen. Beobachter rechnen mit einem Großeinsatz.

Die Besetzer machen deshalb mobil und rufen zum „beharrlichen und aggressiven“ Widerstand gegen den Eigentümer des Hauses und die Polizei auf. Unter anderem hieß es in einem der Schreiben: „Sollten unsere Gegner wirklich so verrückt sein, eine Räumung auf Raten zu beginnen, dann sollen sie sich, wie schon gesagt, an unseren Trümmern verschlucken. Jeder Vorstoß in der Rigaer94 muß ein Risiko bedeuten; unsere Ansage, daß es möglicherweise keine Sieger*innen geben wird, heißt nichts anderes, als daß wir Berlin ins Chaos stürzen wollen, wenn die Aggressionen nicht sofort beendet werden.“

Außerdem tauchte vor rund einer Woche ein martialisches Video auf, in dem zur Verteidigung des symbolträchtigen Szeneobjekts aufgerufen wird. (ls)

Teilbesetztes Haus in der Rigaer Straße: Hier gedeiht der linke Extremismus Foto: picture alliance/ dpa
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