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In den Büchern der drei Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD) (l.), Annalena Baerbock (Grüne) und Armin Laschet (CDU) wurde der Plagiatsjäger fündig Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Michael Kappeler
In den Büchern der drei Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD) (l.), Annalena Baerbock (Grüne) und Armin Laschet (CDU) wurde der Plagiatsjäger fündig Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Michael Kappeler

Baerbock, Laschet, Scholz
 

Plagiatsjäger Weber wird bei allen Kanzlerkandidaten fündig

BERLIN. Der Plagiatsjäger Stefan Weber hat in den Büchern der Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU) weitere fehlerhafte oder fehlende Quellenangaben gefunden. Nach einer erneuten Prüfung des Buches von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock kam er zudem auf insgesamt 100 entsprechender Stellen, wie er auf seinem Blog scheibt.

Weber erklärte, er gehe davon aus, daß Baerbock aus noch mehr Büchern als den bereits bekannten abgeschrieben habe. „Diese Untersuchung wurde mit 100 Plagiatsfragmenten beendet und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist vielmehr sehr wahrscheinlich, daß das gesamte Buch plagiiert wurde“, lautete seine Einschätzung.

So habe sich Baerbock unter anderem die Gedanken von ihrem Co-Vorsitzenden Robert Habeck und Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne) zu eigen gemacht. Auch bei Artikeln aus der Frankfurter Rundschau, dem Deutschlandfunk und weiterer Massenmedien sowie Webquellen habe sie sich bedient.

Plagiatsprüfung bei Scholz sei noch nicht abgeschlossen

Auch beim Buch „Die Aufsteigerrepublik“ von Laschet ist Weber nach eigener Aussage erneut fündig geworden. In seinem Zwischenbericht präsentiert der Österreicher 17 Fragmente, die Plagiatsfunde zeigen.

Im Buch „Hoffnungsland. Eine neue deutsche Wirklichkeit“ von Finanzminister Scholz beanstandete Weber bislang drei Plagiatsfragmente. „Die Aussage, daß es sich um seine Texte, seine Worte handle, scheint eher nicht haltbar zu sein“, kommentierte der Plagiatsjäger und betonte, die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen.

Weber hatte zuvor bereits den Lebenslauf von Baerbock unter die Lupe genommen und auf mögliche Ungereimtheiten hingewiesen. Die Grünen-Politikerin gab in ihrem Lebenslauf an, sie habe von 2000 bis 2004 an der Universität Hamburg Politische Wissenschaft bis zum Vordiplom und Öffentliches Recht im Nebenfach studiert. Allerdings bestreite die Universität, daß zu diesem Zeitpunkt ein Studium des Öffentlichen Rechts im Nebenfach neben einem Studium der Politikwissenschaft überhaupt möglich gewesen sei. (ag)

In den Büchern der drei Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD) (l.), Annalena Baerbock (Grüne) und Armin Laschet (CDU) wurde der Plagiatsjäger fündig Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Michael Kappeler
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