Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Probleme bei der Werbung für die Corona-Impfung bei Migranten Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Probleme bei der Werbung für die Corona-Impfung bei Migranten Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm

Corona-Pandemie
 

Impfwerbung bei Migranten: Spahn befürchtet Probleme

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor Problemen gewarnt, Migranten von einer Corona-Impfung zu überzeugen. „Es ist eine große Herausforderung, bei Migranten für die Impfung zu werben“, sagte er laut Bild-Zeitung während einer Besprechung des CDU-Präsidiums.

Die Staatssekretärin für Integration, Annette Widmann-Mauz (CDU), teilte demnach Spahns Ansichten während des Gesprächs. Demnach seien Migranten auf konventionellem Wege nicht beim Thema Corona zu erreichen.

Bund und Länder beraten über mehr Rechte für Geimpfte

Bereits im Februar hatte der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, geäußert, der Großteil der Corona-Patienten auf den Intensivstationen habe einen Migrationshintergrund. „Aber es ist ein Tabu. Ich habe versucht, auf bestimmte Menschen zuzugehen. Wir müssen über Imame auf diese Religionsgruppe eingehen. Das Ganze hat für Berlin riesige Auswirkungen. Das ist ein echtes Problem“, zitierte ihn die Bild-Zeitung damals.

Am Montag beraten Bund und Länder beim sogenannten Corona-Impfgipfel darüber, ob Geimpfte ihre Grundrechte schon bald wieder erhalten sollen. Die schwarz-rote Bundesregierung plant laut der Nachrichtenagentur dpa, die Kontaktregeln für Geimpfte zu lockern. Einen Zeitplan dafür gebe es jedoch noch nicht. (ag)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Probleme bei der Werbung für die Corona-Impfung bei Migranten Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm
Ahriman Verlag
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles