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Unterstützer der mutmaßlichen Linksextremistin Lina E. demonstrieren in Leipzig (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Willnow
Unterstützer der mutmaßlichen Linksextremistin Lina E. demonstrieren in Leipzig (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Willnow

Gefährliche Körperverletzung
 

Generalbundesanwalt erhebt weitere Anklage gegen Linksextremistin Lina E.

KARLSRUHE. Der Generalbundesanwalt hat gegen die mutmaßliche Linksextremistin Lina E. eine weitere Anklage wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung erhoben. Sie befindet sich bereits wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung in Untersuchungshaft.

Laut Generalbundesanwaltschaft soll Lina E. im Oktober 2018 mit drei weiteren Tätern einen Angriff auf ein Mitglied der rechten Szene in Leipzig begangen haben. Sie brachten demnach ihr Opfer zu Fall und attackierten es mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray weiter. Der Mann erlitt dabei unter anderem einen Kniescheibenbruch.

Linksextreme Gewalt nimmt zu

Bereits im Mai wurde gegen Lina E. und ihre mutmaßlichen Komplizen Anklage wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung erhoben. Zudem wird ihnen vorgeworfen, zwischen Oktober 2018 und Februar 2020 mehrere Personen angegriffen zu haben. Die Gruppierung, der Lina E. angehörte, soll sich an der Schwelle zum Terrorismus bewegt haben.

Die Zahl linksextremer Gewalttaten ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Die Behörden registrierten demnach 1.359 entsprechende Delikte. Das entspricht einem Anstieg von 29 Prozent im Vergleich zu 2019. Damals wurden 1.052 Gewalttaten verzeichnet. Insgesamt sind 2020 laut Bundesinnenministerium 9.973 linksextremistisch motivierte Straftaten festgestellt worden. (ag)

Unterstützer der mutmaßlichen Linksextremistin Lina E. demonstrieren in Leipzig (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Willnow
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