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„Akt der Solidarität“: EU holt 40.000 weitere Afghanen – Deutschland übernimmt Großteil

„Akt der Solidarität“: EU holt 40.000 weitere Afghanen – Deutschland übernimmt Großteil

„Akt der Solidarität“: EU holt 40.000 weitere Afghanen – Deutschland übernimmt Großteil

Menschenschlange auf dem Flughafen in Kabul
Menschenschlange auf dem Flughafen in Kabul
Menschenschlange auf dem Flughafen in Kabul Foto: picture alliance/dpa/TASS | Leila Turayanova
„Akt der Solidarität“
 

EU holt 40.000 weitere Afghanen – Deutschland übernimmt Großteil

BRÜSSEL. Deutschland und vierzehn weitere EU-Mitgliedsstaaten haben sich in Brüssel darauf geeinigt, fast 40.000 afghanische Migranten aufzunehmen. „Ich denke, daß dies ein beeindruckender Akt der Solidarität ist“, zitierten mehrere Nachrichtenagenturen die EU-Innenkommissarin Ylva Johannson am Donnerstag.

Den Großteil der Einwanderer soll mit 25.000 demnach Deutschland übernehmen. Die Niederlande sagten zu, 3.000 Afghanen aufzunehmen, Spanien und Frankreich je 2.500 und mehrere weitere Länder eine geringere Anzahl.

Österreich wird sich nicht an der Aufnahme beteiligen. Die Alpenrepublik hatte sich nach einer Serie von teils schweren Gewalttaten durch Einwanderer schon vor Monaten gegen eine weitere Aufnahme von Afghanen verwehrt.

20.000 weitere Migranten aus anderen Ländern sollen folgen

Laut Johannson sollen mit der Maßnahmen „irreguläre Einreisen“ verhindert werden und Einwanderung kontrollierter vollzogen werden. In den vergangenen Monaten nahmen die EU-Staaten fast 30.000 Personen aus Afghanistan auf. Neben den fast 40.000 Afghanen sollen in den kommenden Monaten zudem 20.000 weitere Migranten aus anderen Ländern aufgenommen werden, schrieb Johansson laut der Deutschen Presse-Agentur in einem Brief an die Innenminister der beteiligten Länder.

Deutschland hatte nach der Machtübernahme der Taliban in diesem Jahr Tausende Personen aus Afghanistan eingeflogen. Dabei gelangten auch Kriminelle und Islamisten nach Deutschland. Auch im November setzte die vergangene Bundesregierung die Ausflüge von Afghanen nach Deutschland fort. (ls)

Menschenschlange auf dem Flughafen in Kabul Foto: picture alliance/dpa/TASS | Leila Turayanova
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