AAS
Kein Ort für Neonazis: Kampagne der Amadeu-Antonio-Stiftung Foto: picture alliance/dpa

Verbot politischer Trikotwerbung
 

Amadeu-Antonio-Stiftung äußert Unverständnis über Fußballverband

BERLIN. Die Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) hat mit Enttäuschung auf die Entscheidung des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) reagiert, der Trikotwerbung für eine linke Opferinitiative untersagte. „Ist es ‘zu’ politisch, an Todesopfer rechter Gewalt zu erinnern?“, fragte die AAS auf Twitter.

Ursprünglich wollte der Fußball-Regionalligist Tennis Borussia Berlin am Dienstag abend mit Werbung für den Opferfonds Cura, der Betroffene rechtsextremer Gewalt unterstützt, auflaufen. Stunden vor dem Spiel gegen den FSV Union Fürstenwalde habe der NOFV die entsprechende Sondergenehmigung jedoch zurückgezogen, teilte Tennis Borussia mit.

Am Mittwoch begründete der Präsident des Berliner Fußballverbandes, Bernd Schultz, gegenüber dem RBB die Entscheidung. Da ausschließlich auf die Opfer rechter Gewalt hingewiesen werde, sei der Aufdruck eine politische Äußerung. Doch diese seien gemäß den Regularien nicht erlaubt.

Amadeu-Antonio-Stiftung drängt auf „Demokratiefördergesetz“

Der Opferfonds Cura steht unter der Trägerschaft der Amadeu-Antonio-Stiftung. Die Stiftung forderte im vergangenen November mit weiteren sogenannten zivilgesellschaftlichen Organisationen ein „Demokratiefördergesetz“. Damit solle unter anderem die Arbeit dieser Gruppierungen finanziell abgesichert werden.

Tennis Borussia Berlin gewann das Heimspiel am Dienstag abend auch ohne Cura-Werbung. Am Ende setzten sich die Hauptstädter mit 3:1 durch. (ag)

Kein Ort für Neonazis: Kampagne der Amadeu-Antonio-Stiftung Foto: picture alliance/dpa
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