Markus Krall Freiheit oder Untergang
Polizisten vor einer brennenden Barrikade in Berlin: Tausende Linksradikale kamen am Abend des 1. Mai zusammen
Polizisten vor einer brennenden Barrikade in Berlin: Tausende Linksradikale kamen am Abend des 1. Mai zusammen Foto: picture alliance/Markus Schreiber/ASSOCIATED PRESS

Steinwürfe und brennende Barrikaden
 

Linksradikale randalieren bei „1. Mai-Demonstrationen“ 

BERLIN. Auch in diesem Jahr ist es zu Ausschreitungen durch linksradikale Teilnehmer mehrerer „1. Mai-Demonstrationen“ gekommen. Im Berliner Bezirk Neukölln versammelten sich am Samstag abend mehr als 10.000 Personen zur Kundgebung „Revolutionärer 1. Mai“ und attackierten die Sicherheitskräfte massiv mit Feuerwerkskörpern, Steinen und Flaschen, wie die Berliner Polizei berichtete. Zudem setzten sie Müllcontainer, Paletten sowie ein Fahrzeug in Brand und errichteten brennende Barrikaden. 93 Beamte wurden verletzt, drei davon befinden sich mit Knochenbrüchen im Krankenhaus.

Im weiteren Verlauf kam es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Teilnehmer der Kundgebung skandierten „Ganz Berlin haßt die Polizei” und überwanden Absperrgitter. Rund 50 Personen wurden festgenommen.   

Jüdisches Forum klagt über antisemitischen Vorfälle

Der Verein Jüdisches Forum beklagte, es sei bei der Veranstaltung zu antisemitischen Vorfällen gekommen. Ein Block aus propalästinensischen Demonstranten habe unter anderem zu Gewalt gegen Israels Zivilbevölkerung aufgerufen.

Weitere 1. Mai-Kundgebungen“ wie ein Fahrradkorso im Berliner Grunewald mit rund 10.000 Teilnehmern, die gegen Kapitalismus protestierten, verliefen laut der Polizei überwiegend friedlich. 

Die Stimmung bei den diesjährigen „1. Mai-Demonstrationen“ sei deutlich emotionaler als in den vergangenen Jahren gewesen, berichtete Berlins Polizeisprecher Thilo Cablitz. Grund dafür könnten die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt, die Räumung des von Linksextremisten besetzten Hauses Liebig34 sowie die Corona-Pandemie sein.

Teilnehmerin der Demonstration „Revolutionärer 1. Mai” in Neukölln Foto: JF
Teilnehmerin der Demonstration „Revolutionärer 1. Mai” in Neukölln
Foto: JF/Meckelein

Linksradikale randalierten bereits am Vorabend

Bereits am Vorabend des „Kampftages der Arbeiter” hatten rund 3.700 Linksradikale die „1. Mai Demonstrationen“ in mehreren Berliner Stadtteilen eingeläutet.  

Im Wedding kamen etwa 1.500 Personen zur Kundgebung „Von der Krise zur Enteignung“ zusammen und protestierten gegen Kapitalismus. Sie skandierten „Reiche sollen zahlen“ und zündeten Nebelkerzen.  

In Kreuzberg demonstrierten feministische Gruppen unter dem Motto „Take back the night – Wir nehmen uns die Nacht zurück“ gegen ein angebliches Patriarchat und „strukturelle Gewalt gegen Frauen“. Mehrere Teilnehmer warfen Steine in Richtung der Beamten und bespritzten sie mit einer Flüssigkeit. Sechs Personen wurden festgenommen.

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte am Freitag nachmittag bereits angekündigt, mit einer „anspruchsvollen und fordernden Einsatzlage“ zu rechnen und an die Demonstranten appelliert, sich an die Corona-Regeln zu halten. 

(zit)

Polizisten vor einer brennenden Barrikade in Berlin: Tausende Linksradikale kamen am Abend des 1. Mai zusammen Foto: picture alliance/Markus Schreiber/ASSOCIATED PRESS
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