Ausländerkriminalität
Ausländische Verdächtige bei Gewalttaten sind am häugisten syrischer Herkunft (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa
Antwort der Bundesregierung

Ausländergewalt: Syrer begehen am häufigsten Gewalttaten

BERLIN. Ausländer, die in Deutschland Gewalttaten begehen, sind am häufigsten syrischer Herkunft. Im vergangenen Jahr waren 37,5 Prozent aller verdächtigen Gewalttäter Ausländer. Darunter waren Syrer mit 12,2 Prozent am stärksten vertreten, wie aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Stephan Brandner hervorgeht, die der JUNGEN FREIHEIT vorliegt.

2009 hatte die Zahl der verdächtigen Syrer bei 0,9 Prozent gelegen. Der größte Sprung zeigt sich in den Jahren 2015 und 2016. Dort hatte sich die Zahl der verdächtigen Syrer von 3,6 auf 9,8 Prozent erhöht.

Anteil syrischer Verdächtiger bei Tötungen seit 2010 verzehnfacht

Mit zwölf Prozent wurden 2019 am zweithäufigsten Türken Gewalttaten verdächtigt. 2009 hatte ihr Anteil unter ausländischen Verdächtigen bei 34,1 gelegen. Am dritthäufigsten wurden 2019 mit 7,5 Prozent, Afghanen der Gewaltkriminalität bezichtigt. Auch bei ihnen ist der Sprung von 2015 auf 2016 am größten und erhöhte sich von 3,0 auf 6,5 Prozent.

Bei Tötungsdelikten belegten Türken, Syrer und Afghanen ebenfalls die vorderen drei Plätze unter den nichtdeutschen Verdächtigen. Die Zahl der türkischen Beschuldigten hat sich seit 2013 jedoch kontinuierlich verringert. Der Anteil an Syrern hat sich seit 2010 hingegen verzehnfacht.

Syrer sind am häufigsten bei Sexualverbrechen verdächtig

Am höchsten war der Anteil von syrischen Verdächtigen im vergangenen Jahr mit 12,4 Prozent bei Sexualverbrechen. Damit hat sich die Zahl seit 2015 ungefähr verdreifacht. Am zweihäufigsten wurden Türken entsprechender Straftaten beschuldigt. Darauf folgten Afghanen. Ihr Anteil hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt.

Das Bundesinnenministerium erklärte die Zahlen mit Unterschieden in der Sozialstruktur. Demnach seien Ausländer im Vergleich zur deutschen Bevölkerung „im Durchschnitt jünger und häufiger männlichen Geschlechts“. Sie lebten eher in Großstädten und gehörten zu einem größeren Anteil unteren Einkommens- und Bildungsschichten an. Zudem seien sie häufiger arbeitslos. Ein tatsächlicher Vergleich der Kriminalitätsbelastung von Deutschen und Ausländern sei aber aufgrund verschiedener Faktoren gar nicht möglich.

Brandner wirft Bundesregierung Realitätsverweigerung vor

Brandner nannte die Begründung „lächerlich und peinlich“. In der aufgelisteten Gewaltkriminalität stammten 31,7 Prozent der nichtdeutschen Tatverdächtigen allein aus den drei muslimisch geprägten Ländern.

„Daß die Bundesregierung die Zahlen mit kruden Ausreden beschönigen will, kommt einer Realitätsverweigerung gleich“, sagte er. „Merkel und ihre Unterstützer haben im Zuge der Asylkrise mitnichten Fachkräfte ins Land geholt, sondern viele tausend Gewalttäter und Kriminelle“, kritisierte der AfD-Politiker.

In den vergangenen Jahren hatten Gewalttaten von Syrern immer wieder für Empörung gesorgt. Im Oktober 2019 hatte beispielsweise ein polizeibekannter Mann mit einem gestohlenen LKW acht Fahrzeuge gerammt und dabei mehrere Menschen verletzt. Jüngst hatte ein 20 Jahre alter Syrer, der 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen war, einen Urlauber in der Dresdner Innenstadt erstochen und seinen Lebensgefährten verletzt. (zit)

Ausländische Verdächtige bei Gewalttaten sind am häugisten syrischer Herkunft (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa

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