Asylsuchende in Bremen
Asylsuchende in Bremen (Archivbild) Foto: imago images / nph
Bremer Erstaufnahmeeinrichtung

Proteste und Brandstiftungen: Grüne Senatorin geht gegen Flüchtlinge vor

BREMEN. Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) geht gegen randalierende Asylsuchende in der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Vegesack vor. Wie die Kreiszeitungam Sonntag berichtete, hat ihr Ressort Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet, nachdem es in der Unterkunft mehrfach zu Brandstiftungen genkommen war.

Stahmann vermutet die Täter unter einer Gruppe von Einwanderern, die immer wieder gegen die Unterbringung in Vegesack protestiert. „Bei allem Verständnis für den Protest einer Bewohnergruppe gegen die Unterbringung in Vegesack, hier ist die Grenze des legitimen Protests klar überschritten“, sagte Stahmann. „Die Brandstiftungen wurden offenbar in voller Absicht zeitlich und räumlich so abgepaßt, daß die Sicherheitskräfte bei ihren regelmäßigen Rundgängen den jeweiligen Bereich gerade verlassen hatten.“

Die Grünen-Politikerin mahnte: „Hier stehen Leib und Leben einer großen Zahl von Menschen unmittelbar auf dem Spiel.“ Die mutmaßlichen Täter forderte sie auf, sofort damit aufzuhören.

350 von 750 Plätzen belegt

Die Erstaufnahmeeinrichtung ist für maximal 750 Personen ausgelegt. Nachdem dort, wie in anderen Asylunterkünften auch, mehrere Corona-Fälle aufgetreten waren, hatten dutzende Einwanderer erfolgreich für die Unterbringung in einem anderen Gebäude protestiert. Seit Anfang des Monats leben rund 100 Migranten in einer Jugendherberge. In der Erstaufnahmeeinrichtung befinden sich noch 350 Personen. Der Kreiszeitungzufolge soll die Zahl aber auf 250 sinken.

Stahmann warnte, daß die Asylsuchenden in Vegesack nur schwer dazu gebracht werden könnten, die Gebäude im Falle eines Brandes zu verlassen. Seit längerem habe es Fehlalarme gegeben, die durch Handmelder ausgelöst worden seien. Jetzt will sie mit zusätzlichem Personal für mehr Sicherheit sorgen. Außerdem hoffe sie auf baldige Ermittlungserfolge der Polizei. (ls)

Asylsuchende in Bremen (Archivbild) Foto: imago images / nph

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