Maas
Außenminister Heiko Maas (SPD): Mehr Geld für Kampf gegen Corona in Krisenregionen Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa
Humanitäre Hilfe

Deutschland gibt 300 Millionen Euro für Anti-Corona-Kampf

BERLIN. Deutschland stellt 300 Millionen Euro an humanitären Hilfen zur Bekämpfung der Coronakrise in ärmeren Ländern zur Verfügung. Das Auswärtige Amt folge damit einem Hilferuf der Vereinten Nationen, wie es am Sonntag abend mitteilte. Laut dem Ministerium beziffern die Vereinten Nationen den zusätzlichen Finanzbedarf für die humanitären Hilfe wegen der Corona-Pandemie auf rund zwei Milliarden Dollar (1,84 Milliarden Euro). Rotes Kreuz und roter Halbmond bitten zudem um 800 Millionen Schweizer Franken.

Das Coronavirus sei besonders gefährlich für Menschen, die in Kriegsgebieten oder Flüchtlingslagern lebten oder deren heimische Gesundheitssysteme durch die Pandemie überfordert seien, begründete Außenminister Heiko Maas (SPD) die Unterstützung.

Auch Entwicklungsminister Müller fordert mehr Hilfe

„Hier ist unsere Solidarität gefordert, um das Leiden zu lindern.“ Außerdem sei die Ausbreitung des Virus dauerhaft nur länderübergreifend zu besiegen, ansonsten drohten „immer wieder neue Infektionswellen“, warnte Maas.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) betont: „Corona besiegen wir nur weltweit oder gar nicht.“ Das Signal der EU müsse daher lauten: „Europa hilft. Nicht nur in Europa, sondern auch den ärmsten Ländern.“

Deshalb müsse die EU ihren Schutzschirm und ihre Hilfsprogramme auch auf die Nachbarregionen in Afrika und im Krisenbogen um Syrien ausweiten. Die EU solle zudem 50 Milliarden Euro an „Stabilisierungskrediten und Nothilfen“ für Drittstaaten und Entwicklungsländer bereitstellen. (krk)

Außenminister Heiko Maas (SPD): Mehr Geld für Kampf gegen Corona in Krisenregionen Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa

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